Der Mensch ist das einzige Tier, das sich permanent beobachtet fühlt. Selbst ein Löwe im Zoo vergisst für Momente sein Ausgeliefertsein. Der Mensch spürt es jede Sekunde. Was er Selbstkontrolle nennt, ist bloß der Versuch, seine Nervosität auf einem Level zu halten, auf dem er sich nicht zum Feind seiner Mitmenschen macht. So kriecht er verbuckelt von Überreiztheit und seinem Hass auf seine Affekte durch die Ödnis, die er über fast den ganzen Erdball ausgebreitet hat..
Ich stell mir einen fetten Typen vor, den feuchte Träume von nackten Jungs derart entsetzen und bedrücken, dass er auf die Straße geht und mit Nazis für die Todesstrafe für Kinderschänder plädiert. Wo ein Schwanz ist, ist ein Wille zum Loch. Wo ein Schwanz und ein Loch sind, ist eine Gelegenheit. Gelegenheiten kann man nutzen oder ungenutzt lassen. Wenn man sich vorstellen kann, einen pädophilen Bundespräsidenten auf einem Scheiterhaufen vorm Reichstag zu verbrennen, kann man sich auch vorstellen, einen Jungen, statt richtig zu gebrauchen, zu missbrauchen. Alles, was man gebrauchen kann, kann man missbrauchen.
Es gibt keinen Grund, mich dafür zu schämen, dass ich voll und ganz auf meine Kosten kommen will. Ich muss mich nur vor uniformierten Wach- und Jagdhunden in Acht nehmen. Ich habe Lust, mich mitten auf die Straße zu hocken und zu kacken oder mir an der Bushaltestelle vor alten Omis einzuschiffen. Wenn ich mit meinem Leben machen kann, was ich will, kann ich auch mit meinem Schwanz und meinem Arsch machen, was ich will. Jeder würde es genießen, Macht auszuüben, jeder will am längeren Hebel sitzen, jeder will stark und schön und berühmt sein, jeder will Kontrolle über den allesentscheidenden Roten Knopf haben.
Das Leben findet immer einen Weg: der Efeu schlängelt sich um den Panzer, riesige Pilze wachsen in radioaltiv verseuchtem Gebiet, Zirkuslöwen fallen ihre Dempteure an, wahnsinnig gemachte Jugendliche laufen Amok: wie kann jemand, der sein eigenes Leben als das Wertvollste überhaupt erkennt und das gesellschaftliche System als erniedrigend, solche Ausbrüche des Lebens nicht wunderbar, nicht tröstlich finden?
*
Ich kann nicht viel mehr als diesen kleinen Stich wahrnehmen, der hinter meinem rechten Auge sitzt und all meine Hoffnung und Klarheit verbiegt und verzerrt, die ich mir mit meinen Texten versucht habe aufzubauen. Alles was ich noch sagen kann ist, mich vor meiner Hoffnung zu schämen, dass der Frühling irgendeine Besserung bringt.
Vielleicht hat man es geschafft, wenn man sich zu einem heiteren Lied umbringen könnte, mit einem Lächeln im Gesicht, als wäre das Leben nur eine nette, kleine Anekdote, die niemand erfahren muss.
"Na dann verschwinde ich eben von hier.", tröstet sich jeder Selbstmörder. Ich sitze am Rand eines Traumes und betrachte lüstern die Kehlen vorbeijoggender Hipster. Ich schwöre, dass Gras etwas Gutes ist, weil auch Träume etwas Gutes sind. Wahrer Widerstand muss im geheimen stattfinden. Für die wirkliche Subversion darf es keine Manifeste geben. Die Kunst hat die Aufgabe, den geheimen Widerstand zu euphorisieren.
Je länger ich sitze, desto dümmer komm ich mir vor. Das Zimmer ist so klein und seine Wirkung auf mein Herz ist verwandt, vielleicht identisch mit dem zarten, dumpfen Schmerz, den meine zwei Daumnagelbett-Entzündungen erzeugten. So pervers es ist, sich selbst die Daumen abzuhacken, so pervers ist es, in diesem Zimmer zu sitzen und diesen Satz zu schreiben. Alles was ich der Welt hinterlasse, kommt aus meiner Unfähigkeit, über meine Bedeutungslosigkeit und Einsamkeit zu weinen oder zu lachen.
Wenn ich wirklich was zu geben hätte, denke ich mir plötzlich, würden meine Freunde viel näher bei mir sein und wir hätten schon irgendwas Tolles mit uns gemacht; aber jeder sitzt im kalten, stinkigen Fett seiner eigenen, ordinären Depression (das Ordinäre macht es natürlich noch schlimmer) und holt sich auf seine Verlassenheit und Ratlosigkeit und Zukunftsabwesenheit einen runter. Ich hasse die Arroganz der depressiven, schweigsamen Nichtsnutze. Sollen sie doch fröhlich und laut ihr Nichts, ihre Angst, ihre gescheiterte Adoleszenz in falschen, übertriebenen Metaphern durch den grauen Himmel peitschen.
Unsere Späße haben ihren Reiz verloren. Wir wissen und wollen immer zu wenig. Unsere Lieder sind schmächtig, verwanzt und aufgeblasen. Wir haben Angst unser Gesicht zu verlieren, dabei haben wir bisher nur Masken getragen. Das wahre Gesicht könnte man gar nicht verlieren. Wem erzähl ich das?
Beweg dein Gesicht nicht auf mich zu! Meine Hände sind schmutzig, ich bin ständig gereizt, zwischen meinen Beinen ist nichts mehr zu holen, ich habe keinerlei Vertrauen in meine Organe, ich fühl mich wohl in meiner Wohnung, gestern ist mein Vater gestorben. Jeder muss mit seiner Fassung glücklich werden. Meine Kopfhaut juckt. Wir haben keine Ziele, die über die mageren Gewissheiten unserer Eltern hinausgehen. Wir nuckeln immer noch an der Brust von Mama und nur weil wir mit Sexualität vertraut sich, macht uns das nicht erwachsen. Wir kratzen uns am Kopf und merken nicht, dass es unser Bewusstsein ist, das juckt. Unser Körper ist eine Panne und wir können uns für keinen Ersatzreifen entscheiden. Alles, was rund ist, ziehen wir in Erwägung, halten unsere Daumen in alle Himmelsrichtungen und hoffen, dass uns jemand mitnimmt, aber hier draußen am Rand der Ordnung hält niemand freiwillig an und unser Stolz darüber heißt Ronny und nennt sich Dude. Das Herz ist ein schöner Stein, ein geheimnisvoller Stein mit einem goldenen Kern purer Langeweile. Wir ernähren uns gesund, wir legen saubere Eier, wir verdienen uns eine goldene Nase am Unrecht, das wir unseren Kindern aufbürden und jeden Tag werden wir ein bisschen schwerer, wir wollen alles, was möglich ist, verdichten zu einem endgültigen Vielleicht und unter den Teppich kehren. Ich kann mich nur auf die verlassen, die gegen mich arbeiten. Der letzte Schuss geht an den, der mich nicht verraten hat.
Wir schauen auf eine Welt zurück, in der wir irgendwie um bestimmte Tragödien herumgekommen sind, nur daraus beziehen wir unser Selbstbewusstsein. Ist das nicht so töricht wie dem brutalen, dummen Vater, der schläft, einen Bolzenschneider an den kleinen Finger zu setzen und in den grünen Halbmond zu grinsen mit weißen, glühenden Augen und die Zange herunterzudrücken und sein ekstatisches Schreien vor Schmerz, seine extreme Verwirrung, Angst, Panik, die viel intensiver vielleicht noch als der Schmerz an der Hand ist, hohl grinsend über sich ergehen zu lassen..?
Weitsicht macht panisch. Besinnungslos werden ist die Utopie jeden Nachmittags hier. Irgendetwas Böses breitet sich hier aus und verfestigt sich seit Jahren, seit vielen, traurigen Jahren im unteren Mittelstand, erniedrigende Kleinstjobs haben uns gelehrt, wie böse der Mensch noch immer ist. Die Gemütlichkeit, aus der heraus diese Demokratie gestaltet werden sollte, können sich immer weniger Leute leisten. Wir können gar nicht panisch genug sein angesichts der gigantischen Depressionen, die auf uns zugerollt kommen.
Niemals kann man die gelangweilten, phantasielosen, sparsamen, deprimierten Geister meiner Generation wieder in einen anderen Zustand prügeln - ihre stumpfe Gier nach Abwechslung, Sensation und Rührung wird von der medialen Traumlandschaft perfekt kanalisiert, kommerziell verwertbar gemacht; die neue Sonne, ein Tumor aus abgestandenen Gedanken und Zuckungen. Nur die metaphysisch Veranlagten unter uns hoffen noch, eine echte Erfüllung zu finden - nur eine so mächtige Idee wie Gott ist noch im Stande, dieser Generation das Leben zu rechtfertigen. Alles andere scheint sich als falsch, unmöglich oder unbrauchbar bewiesen zu haben. Deshalb wird in Zukunft die Zahl derer steigen, die mit irgendeiner Staatsreligion, einer Sekte oder einer anderen Esoterik ihr Glück versuchen wollen. Für die Unempfänglichen bleibt immer noch der Selbstmord. Wem erzähle ich das?
Fettige, dümmlich-grinsende Leute am künstlichen Strand, die sich erholen wollen von ihrem alltäglichen Stress wie Kinder, die zu viel Fast Food gefressen haben, geröstet von einer bösen, violetten Sonne und die Schulkinder auf dem Heimweg, die sich wieder haben zustopfen lassen mit schwerem Gerümpel und die Soldaten, die meinen, eine wichtige Funktion für die Gesellschaft zu erfüllen und deshalb Respekt verdient zu haben und die immergleichen, kurzweiligen Rockkonzerte, die einheizen wollen und die Sänger, die mit den stumpfsinnigen Trotteln im Publikum spielen und die Supermärkte, diese übertriebene, gehässige Buntheit, das perverse Überangebot, die abartige Verschwendung, die hungrigen Menschen, Alkohol in schrecklichen Mengen, Männer die Frauen anschnauzen, von billiger Chemie stumpfgefressene Kinder, vereinsamte Omas, die auf ihre Anbauwände starren, besoffene, von Gram und Schande zerfressene Opas und die überfreundliche, rechtwinklig produzierte Hintergrund-Musik, die fetten, glatzköpfigen Wachmänner, diese ganze bestens geölte Maschine - und es wird der Tag kommen, an dem ich mitten in den Supermarktgang scheiße. Oder macht es Sinn, jemanden zu töten? Niemand kann sowas unbefangen entscheiden.
Ist die Gewaltlust, die ich spüre, Ausdruck von Vitalität, Heiterkeit, Freiheit? Oder zeugt sie nur von Frust, von Wahnsinn, von Fatalismus? Die Lust, ein Verbrechen zu begehen, gehört zu den Grundbedingungen eines glücklichen Lebens und kann ein unglückliches noch unglücklicher machen.
Manchmal erschallt eine Stimme in meinem Kopf, die mich trösten will wie unser Großvater uns nie trösten konnte: "Töte wie ein Tier tötet, nicht wie ein Mensch. Töte ohne Gewissen, statt mit schlechtem. Töte leicht und fröhlich und furchtlos und heiß. Wieviel Menschen hast du denn schon in Gedanken getötet? Schuldig bist du jetzt schon - es macht keinen Unterschied, ob du dir einen Mord bloß vorstellst oder auch begehst."
2
Die meisten Menschen finden nur einen Sinn im Leben, wenn sie arbeiten. Sie erwarten, dass der Staat ihnen Arbeit schafft, weil sie sich selbst keine Arbeit, keinen Lebenssinn finden, erfinden können. Allein dieser riesige, bürokratische Jobcenter-Apparat, all diese überübermäßigen Normen und Regelungen schaffen Arbeitsplätze - nur deshalb gibt es sie überhaupt, nur deshalb wird nichts gegen diese Perversität getan - auch wenn sie so viel Leid erzeugt. Meine Unfähigkeit zu begreifen, warum sich darüber noch niemand totgelacht hat, treibt mich langsam in den hellen Abgrund. Dagegen hisse ich ein altes, doch nimmermüdes Pathos: die verdrängte Langeweile ist die Mutter aller Übel! Erst, wenn man sich mit ihr versöhnt, kann sie das Leben in eine neue Richtung knicken. Habt keine Angst vor ihr: ersetzt sie mit Euren Hoffnungen und geht ganz in ihr auf: Ihr werdet Euch verwandeln - und mit Euch: die ganze Welt.
Die meisten Menschen sind gierige, heiße, ziellose, Gift konsumierende, Gift ausscheidende, sinnlos verwelkende Feiglinge. Sie gammeln vor sich hin und verbreiten überall ihren giftigen Verwesungsgestank - bis der Gestank ausgeht und sich herausstellt, dass er allein ihre Seele zusammengehalten hat, die mit seinem Verschwinden in sich zusammenfällt, ein schwarzes Loch bildet und den Körper einsaugt. Man muss den stinkenden, sterbenden Ochsenmenschen alle Körperöffnungen zustopfen mit scharfem, düsteren, saftigen Humus, jede Hautpore verkleistern mit rotem, gläsernem, scharfem Honig. Aber niemand hat sich seine Organe ausgesucht.
Die meisten Menschen werden zurückbleiben, da ihre Sinnesorgane sich nie richtig ausgeprägt haben oder nicht mehr so sensibel wie früher sind, um feine, komplex wirkende Reize aufzunehmen, sie nehmen die Welt viel hässlicher, öder, uninteressanter wahr als sie ist und sind folglich schnell gelangweilt, frustriert und aggressiv. Aber bemitleidet sie nicht oder versucht ihnen zu helfen. Euer Mitleid würde sie nur beschämen und eher würdet ihr einem Elefanten das Fliegen beibringen als einem Unempfindlichen seine Wahrnehmung zu verfeinern. Geht solchen Menschen besser aus dem Weg. Sie beneiden Eure Gelassenheit und Euren Frohsinn, am liebsten würden sie Euch kaltstellen. Alles was sie von Euch mitbekommen ist ihnen ein Affront gegen ihre flache, gereizte, instabile, stumpfe Glückseligkeit.
"Berufe dich im Umgang mit gebrochenen Menschen nur auf deinen Ekel, wenn du wirklich nicht mehr weiterwissen solltest.", mahnt die großväterliche Stimme, mitten im Treppenhaus, zum Glück begegnet mir keiner und die Stadt ist grell, die Luft ist grau, die Menschen maskieren ihre Müdigkeit. Wie schön wäre es, wenn sie die Dinge einfacher nehmen würden als sie sind. Wie schön wäre es, wenn sie langsamer leben würden, heiterer, offener, geduldiger und ohne Scham und Reue - statt sich zu betäuben bis zur Unkenntlichkeit! Wie schön wäre es, wenn die Zeiten ruhiger werden würden und die Menschen erhabener, sensibler, einfacher, stabiler, wenn sie lernen würden, was ihrem Körper am besten tut, wenn sie sich neue Narrative suchen und sich an ihnen entwickeln würden! Wie schön wäre es, wenn jeder an seinem Platz wäre! Wie schön wäre es, gäbe es einen neuen, rauen, frühlingsfrischen Zeitgeist, der alle Linien neu verhandeln, alles umgraben und neugestalten will! Alles was Ihr bisher getan habt, zeugt von einer so krankhaften Angst vor Langeweile, dass ich graue Haare bekommen will. Was werdet Ihr wohl erkennen, wenn Ihr wirklich mit Leib und Seele gelangweilt von allem zur Ruhe kommt und Euch nur auf Euren Herzschlag konzentriert? Euer Selbst löst sich auf, wenn Ihr nicht mehr getreten und herumkommandiert und ausgebeutet und verarscht werdet und Ihr werdet jeder Nation, jeder Bürokratie, jeder Laufbahn entgleiten und Lust bekommen auf Solidarität mit denen, die ebenso abgekommen sind wie Ihr.
Die Menschen leben vielleicht nicht gern genug, sonst würden sie sich gegen ihr Unglück viel leidenschaftlicher wehren. Der Grund, weshalb viele Menschen depressiv werden: es ist so schrecklich einfach, depressiv zu werden: man muss die Dinge nur so ernst nehmen, wie sie es verdienen. Viel schwieriger ist es, die Dinge leichter, lustiger zu nehmen, zu allem eine Distanz zu halten und sich so wenig wie nur möglich zu entscheiden. Ich will irgendwo einen stabilen Platz finden, unter einem Torbogen oder auf dem Friedhof leben.
Ich träume viel in den letzten Tagen. Ich bin immer in Bewegung, an der frischen Luft, auf Reisen, in großen Hotelanlagen geistere ich herum, wie in einem Schulgelände, das ein Krankenhaus ist, in dem viele Menschen wohnen die ich bisher kennengelernt habe. Weite Straßen, sternenklare Nächte, jeder hat eine Funktion, alles hat eine Bedeutung, aber die führt sich nicht wie ein Holzhammer auf, der benutzt werden will, sie liegt einfach in der Luft und will wahrgenommen, aber nicht unbedingt benutzt werden. - Ein Junge fällt hin und weint. Seine Mutter kommt und tröstet ihn mit einer herzlichen Umarmung, einem Kuss auf die Stirn, einem beschwichtigenden Lächeln und einer lieben, warmen Stimme: "Nichts passiert." So spricht auch mein Herz zu mir: "Nichts passiert. Nichts passiert." Vielleicht ist es, weil es den meisten Menschen die diesen Planeten bewohnen, schlechter geht als mir, gar nicht nötig, etwas mit meinem Leben anzufangen. Der Sinn des Lebens ist, sich so sehr zu langweilen, dass man Lust hat, mitten auf die Straße zu kacken.
Alles, was den Menschen vom Tier unterscheidet, definiert seine Unfreiheit. Damit will ich nicht sagen, dass es sich lohnt, wie ein Tier zu leben, sondern dass Unfreiheit nötig ist, wenn man sich nicht damit abfinden will/kann, wie ein Tier zu leben. Wann immer ich Lust habe, in mein Bett oder auf die Straße zu kacken, hinterfragt mein Körper das Ideal, in das ich mich zwänge, um liebenswert zu erscheinen.
Wenn du wirklich frei sein willst, dann darf dich niemand mehr brauchen, dann kannst du überall nur noch stören und deine hohle Einsamkeit als Sieg feiern und mit bedeutungslosen Gesten ausschmücken und wenn deine Freiheit bald niemandem mehr Probleme bereitet, dein Wachstumstrieb sich gegen keine Welt mehr richten kann und du dich völlig vergessen kannst, bist du ein Gespenst, das sich wie ein Parfum in einer Sackgasse verflüchtigt.
Du darfst nicht mehr klarkommen! Du musst dich verbeißen in irgendeinen Wahn, irgendeinen Fanatismus, irgendeine Lüge, irgendeine Halluzination, irgendeinen Irrtum. Du darfst nichts mehr erwarten von den dir angebotenen Wahrheiten! Du musst JA zu deinem heulenden Herzen und deinem verlogenen Gesicht sagen, JA zu deinem Gestank und deiner unausschlachtbaren Erbärmlichkeit, JA zu deiner zähen Geilheit und deiner Gleichgültigkeit, JA zu deinem Ekel und deiner Faulheit, immer JA JA JA sagen zu allem was du bist und NEIN NEIN NEIN und MIR EGAL MIR EGAL MIR EGAL zu allem Vergangenen und Zukünftigen! Du musst alle Brücken, die zu dir und von dir weg führen, niederbrennen! Du sollst komplett verschmelzen mit dem glühenden, lächerlichen Irrsinn, der deinen Körper erfüllt und zum Platzen bringen will! Du musst dich wie ein dummes, krankes Tier reinsteigern in deine Gegenwart und jede Lust und jeden Schmerz ausschöpfen! Erst wenn du nichts mehr mit deinem Namen und deinem Gesicht anfangen kannst und über deinem Haupt ein Heiligenschein aufgeht, dann erst kann ich dir verzeihen, dass du jemals ein Jobcenter von innen gesehen hast.
Oh Vater! Schau mich ein letztes Mal an! Höre meine Worte. Mit diesen Worten fundiere ich die letzten Reste meiner Existenz, das, was mir mein verschwenderisches Rasierklingen-Leben gelassen hat. Hiermit stehe ich. Hiermit bin ich mir etwas. Bereit endlich für das, was kommt - auch für das, was nicht kommt. Die Welt ist auseinandergebrochen. Ein Spalt klafft unter mir seine Unendlichkeit dahin wie ein Kind in die Ecke spuckt, um cool zu sein. Ich bin entschieden. Alles, was uns gut und schlecht getan hat, hat uns zu dem getrieben, was wir sind. Mein Ich besteht nur noch aus der Hoffnung auf den kommenden Zerfall seiner selbst. Der Rest ist unpersönlicher Leib, auf den ich keinen Zugriff habe. Ich wende mein Gesicht der Sonne zu. Wir sind am Ende angekommen. Es gibt keine Geheimnisse mehr, es gibt keine verborgenen Schätze mehr, es gibt keine Hoffnung mehr.
Es ist deprimierend, einem adipösen, alten Fließbandarbeiter zuzusehen, wie er sich auf Arbeit mit Rückenschmerzen und Migräne und Atemproblemen abplagt, nur um ein bisschen Geld mit nach Hause zu nehmen, um sich täglich sein mieses Fressen und seine lieblos eingerichtete Wohnung leisten zu können: er lebt für seine Arbeit, er kauft Zeugs, damit er arbeiten kann, er schläft, damit er morgens wenigstens einigermaßen in der Lage ist, weiterzuarbeiten. Er leidet am ganzen Körper, aber er hat keine Wahl, er kann es sich nicht leisten, richtig zu entspannen, wochenlang am Meer herumzuliegen, leckere Cocktails zu trinken, am bunten, interessanten, schönen Leben teilzunehmen und etwas wirklich zu genießen, mit allen Konsequenzen. Nein, er ist ein kranker, dicker Hund, der sich ein Leben lang quält und irgendwann, sicherlich recht früh, sterben wird und dann ist es das für immer gewesen mit ihm.
Ich kann mir nicht erklären, warum es mich sexuell erregt, wenn ich Videos sehe, in dem Tiere gequält oder ermordet werden. Sie tun mir wirklich leid und ich würde nur zu gern die Menschen abschlachten, die Tiere in enge, geflieste, dreckige Räume einpferchen und ihnen nacheinander die Kehle durchschneiden. Die Massentierhaltung ist pervers und jeder der sie akzeptiert als notwendiges Übel ist pervers - aber die Perversion ist faszinierend, die Faszination ist erregend, genau wie Dokumentationen über Amokläufer einen wohligen Schauer auslösen, der mich von allem abtrennt, was ich am Gymnasium zu empfinden gelernt habe. Ich sehe die stumpfsinnigen Schlachter, die ihren Job tun, ich sehe sie routiniert die Tiere in Massen töten, Tiere mit putzigen Schlappöhrchen und süßen Näschen, ich sehe, wie sie sich wehren, ich sehe wie sie hilflos um ihr Leben zappeln, ich höre sie fürchterlich schreien, ich sehe Blutfontänen spritzen, ich bin angewidert von der Menschheit und geil in einem Moment, mein Schwanz ist total steif, ich will ihn irgendwo reinstecken, ich hüpfe nervös hin und her und mein Herz brüllt wie ein hysterischer Affe das ganze Haus zusammen, ich spüre, dass ich irgendwo ganz unten angekommen bin. Ich bin viel zu gleichgültig, um mich zu schämen, wissend, wie hässlich mein Gesicht aussieht, wenn ich gleichgültig bin, wie dumm, wie krank, wie abartig ich aussehe. Irgendwann werde ich einen Weg finden, meine Perversionen auszuleben, irgendwann, wenn meine Geilheit meinen Ekel übertrumpft hat. - Es ist mir jedenfalls unmöglich zu begreifen, wie man so gleichgültig Tiere töten kann, ohne sich in der Lage zu fühlen, ebenso gleichgültig Menschen zu töten.
Ich habe heute Nacht einem betrunkenen, alten Fettsack am Alten Angerbrunnen ein paar Schläge in die Fresse gegeben, weil mir so schrecklich langweilig war, als ich aber heute Nachmittag mit meinen Freunden unterwegs war, hab ich einem Obdachlosen, der für die Mafia etwas Geld für die Portokasse erbetteln muss, eine Mate gekauft. Mein Gewissen ist wieder sauber, aber mein Herz ist von der Arroganz dieser Sauberkeit angefressen und ich kann mich zu nichts mehr motivieren: ich habe nur noch Lust mich auf den Boden fallen zu lassen und eine Schar weißer Tauben auffliegen zu lassen, die mir das entspannende Fieber zurückbringen, das mir gestern Nacht den Weg durch die Stadt geleuchtet hat.
Ich habe nur einen Zugang zu mir, wenn ich mich im Elend der Anderen suhle. Glückliche Menschen bringen mich von allem weg, woran ich meine Identität festmachen könnte, aber unglückliche Menschen geben mir das Gefühl, aktiv zu leben, bei mir selbst und überhaupt ein Mensch zu sein. Das ist mir mit 13 Jahren auf der Beerdigung der Mutter eines Schulfreundes bewusst geworden. Er umarmte mich heulend und ich fühlte mich wie ein Mörder*. Die Trauerfeier gab mir zum ersten Mal ein echtes, stabiles, sicheres Selbstgefühl, hob mich aus dem zähen, kalten Lebensstrom, in den ich mich bisher treiben ließ, ich wusste plötzlich, dass ich ein Individuum bin, mit einem Herz, das feige wie alle Herzen Blut durch meinen Körper pumpt - die Euphorie die mir kommt, wenn ich mir das Elend meiner Mitmenschen vergegenwärtige, lässt mich diese Feigheit erst ertragen, ja sogar genießen. Mehr gibt es über mich nicht zu sagen. Was Freunde und Familie von mir halten, kommt bloß aus der Weigerung, mich so zu empfinden. (*Vielleicht sammelt sich dieses Gefühl immer mehr Rechtfertigung aus meinem Leben zusammen.)
Ich falle aus dem Bett, mein Körper ist so schwer heute und es gibt da ein Licht hinter meinen Augen, das tackert mich gleichgültig flackernd ans Leben im Takt eines aufgeweichten Herzens, das sich irgendwo in einem anderen, ziemlich abwesenden Körper versteckt. Meine Augen sind trocken, weil ich (angeblich) nicht damit klar komme, dass andere glücklicher oder unglücklicher sind als ich. Ich sähe Zwietracht, ich stifte Unruhe und Vergeblichkeit, aber ich hab dafür immer das selbe an, damit man mich besser erkennt. Ich bin so schrecklich müde, dass ich mich frage, ob es sich lohnt überhaupt zu schlafen und vor allem zu träumen. Ich habe meine Lust verloren, etwas zu riskieren, es gibt niemanden, mit dem ich alles an und in mir teilen kann - meine Hoffnung ist die Schlinge, in der mein Verstand baumelt und gleich klopft jemand, den ich gar nicht mehr leiden kann, ans Fenster, weil meine Klingel nicht geht - gleich, gleich. Oder auch nicht. Oh, ich bin so einsam. Ich rolle mich auf dem harten, vermüllten, mit Tran und Schweiß und Moder vollgesogenen Fußboden, weil ich noch nicht ganz am Ende meines Lebens angekommen bin, heute noch nicht. Die Gewissheit, dass ich mich heute nicht töte, macht mein Herz hart und kalt und zwingt mir das Gefühl auf, ein Gott zu sein; meine Vermessenheit ist meine Liebe zu mir und der Anfang und das Ende von allem.
Ein Mord als Mittel der Genesung in Erwägung ziehen, ist mir durchaus möglich, was bringt es, das zu leugnen! Der Instinkt der Selbsterniedrigung hat das gute Gewissen jedenfalls auf seiner Seite, er nutzt es als sein bestes Mittel aus und das gute Gewissen selbst findet im Instinkt der Selbsterniedrigung seine einzige Daseinsberechtigung. Eine bis ins Fleisch wirkende, „fleischgewordene“ Idee benutzt eine andere - bis alles endgültig aus dem Leim geht...
Immer schön selbstgefällig im eigenen süßen Fleisch schwitzen - ohne zu wissen wie verdorben das Fleisch schon ist. Alle Instinkte richten sich auf Vernichtung ihrer Widerstände aus - das verlangt die Unlust, die sie erzeugen. Der Widerspruch zwischen gesund-fühlen und krank-handeln-müssen, krank-fühlen und gesund-handeln-wollen.
Fettgestopft mit kalter, klebriger Lustlosigkeit in meinem Bett hin- und herwälzend und mich von ein paar zartbitteren Selbstgesprächen führen lassend, erhebt sich eine weiche, elektrische Sonnenblume hinter meinem Gesicht und ich spaziere über die Menschheit hinaus. So leer, schwach, uninspiriert - aber darüber kann ich nicht weinen. Ich geh irgendwo hin, es fühlt sich an wie zurück.
Depressionen sind Tore. In meinem Bauch öffnet sich ein schwarzes Loch, aus dem ein fetter Skorpion krabbelt. Dann kommt ein rettender neuer Kaffee um die Ecke. Der Koffeinkoffeinkoffeinkoffeinüberüberüberschuss-Schluss ereilt mich und ich schließe alles richtig, denn ich schließe alles auf.
Hier ist alles so banal sterblich; die Banalität trübt meinen Blick und übersäuert meinen Magen. Willst du eine höhere, strahlende, ausgewogene Sterblichkeit genießen? Dann komm dahin, wo das höhere Leben wuchert und rauscht. Es ist etwas Reales! Nichts Poetisches, nichts Imaginäres oder Idealistisches!
Entweder die Suche nach Liebe oder der Kampf um sie hält dich am Leben. Wer nichts liebt, ist nicht lebensfähig. Liebe ist schön und die Sterne stehen günstig. Ich werde so stark und so glücklich sein, wie ein psychopathisches Kind mit einem unglaublichen Sex-Appeal und einem ungewöhnlichen Geschick im Umgang mit Schusswaffen.
Alles ist ein Spiel ohne Regeln. Mein Gehirn ist ein Würfel und meine Genitalien die Spielfiguren. Meine Sterblichkeit wird noch alle Menschen verzücken. Alles, was mich glücklich macht, kann ich mir leisten. Liebe ist das wichtigste, der Pfeffer in der Suppe, das Koffein im Kaffee, die Farbe Rot und die Windung des Bohrers.
Ich hab lang aufgehört, das System anzupissen, weil für mich nichts auf dem Spiel stand. Lieber aß ich Müsli mit frischen roten Früchten. - Lieber gut scheißen als irgendwas beweisen. Wem der Intellekt oder das politische Gewissen wichtiger sind als die Verdauung oder andere Körperfunktionen, z.B. das Gähnen, das Niesen, das Hyperventilieren, das Taumeln, das Zittern, das Rasen, wie könnte der mit mir befreundet sein?
Ich berühre meine Zimmerwand, ein fremdartiges, feuchtes, fleischiges, Alliterationen erzeugendes Material, in das meine feinen Finger furchen, all mein Existieren beschränkt sich auf das genüsslich gleichgültige Graben in diesem saftigen, sinnlichen Stoff, es kommt mir plötzlich vor, als würde er mich fressen und ich versuche gar nicht erst, mich zu wehren, ich schaue zurück und sehe meine Beine strampeln über dem Universum und mir wird bewusst, dass ich gerade von meinem Gehirn gefressen werde, das an einer Angelrute im Weltall hängt.
VI
Ich treffe im Stadtpark ein Mädchen, mit dem ich in eine Klasse gegangen bin. Ich hatte nie viel mit ihr zu tun, aber sie spricht mich trotzdem an: "Hey, wie geht es dir? Was machst du so? Mensch, is ja lange her." Will sie mich verarschen oder ist sie einfach nur blöd? Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ich diesen unbeholfenen Small-Talk unangenehm finde, aber glaube, dass sie es trotzdem spürt und ärgere mich über ihre Ignoranz. Sie mag es zu reden. Wahrscheinlich denkt sie, dass ich mir Hoffnung mache, dass sich zwischen uns etwas entwickelt. Ihr gefällt scheinbar der Gedanke, sie genießt meine Aufmerksamkeit und freut sich, mich nachher ganz freundlich fallen zu lassen. Ich versuche so desinteressiert wie möglich zu gucken, aber vielleicht ist das für sie nur aufgesetzte Coolness, vielleicht interpretiert sie meinen Gesichtsausdruck als Zeichen meiner sexuellen Frustration. Sie erzählt davon, dass sie nach der Schule eine Ausbildung gemacht hat, dann aber abgebrochen hat und nun erstmal in den Tag hinein leben und vielleicht nächstes Jahr mit ihrem Freund nach Portugal reisen will. Ich hasse es, wenn Leute von ihren Partnern reden, ich unterstelle ihnen immer, dass sie das nur machen, um darauf hinzuweisen, dass sie auf dem Liebesmarkt Erfolg hatten und begehrt und eben nicht einsam sind. "Ich habe einen Freund, ich werde geliebt." Damit wollen sie beeinflussen, wie Andere sie wahrnehmen. "Wie kannst du mich nicht mögen, wenn es sogar jemanden gibt, der mich gern küsst?!"
Aber vielleicht tu ich ihr unrecht. Sie ist eigentlich sehr nett, hat eine warme Stimme, wirkt nicht so, als wenn sie eine Rolle spielt oder gierig nach Aufmerksamkeit und Penis ist. Ich möchte kein verdrießlicher Gnom sein. Ich entspanne mich. Es wird langsam dunkel und wir gehen zu mir nach Hause und ich mach uns einen Tee. Sie fragt mich, ob sie kurz ins Internet kann, um bei Facebook reinzuschauen. Ich nutze die Gelegenheit, mich im Bad ein bisschen frisch zu machen. Ich stinke ziemlich. Ich sehe mein Gesicht im Spiegel: irgendwie wirke ich sehr müde, gestresst, frustriert und ungesund, wie ein typischer Bösewicht im Film. Ich fühle mich von meinem Gesicht erniedrigt, aber plötzlich tu ich etwas Irrationales: ich lächle, total krampfhaft, aber ich lächle. Was für eine groteske Fresse. Dann schau ich wieder normal und bemerke, dass ich jetzt ganz anders aussehe: das was mich vorher abgestoßen hat, ist jetzt weg. War es also nur Einbildung? Habe ich meinem Selbsthass mit dem Lächeln einen Stinkefinger gezeigt? Fühlte sich meine Seele durch das Lächeln geküsst, umarmt und damit bejaht? Sie hat wohl nicht mitbekommen, dass es nur ein aufgesetztes Grinsen war... Ich setze mich neben meinen Besuch an den Computer. Sie klickt sich durch das Fotoalbum einer Freundin. Ich frage wer das ist, und sie sagt "Saskia, erinnerst du dich nicht mehr?" Ich sage: "Ach ja, stimmt.", aber weiß trotzdem nicht, wer das ist. Muss wohl eine Klassenkameradin sein, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Auf einem der Bilder ist ihr kleiner Bruder zu sehen, vielleicht zehn Jahre alt, an einem sonnigen Strand, mit einer roten Badehose: er hat sehr schöne schwarze Locken, ein sehr liebes, herzliches Lächeln, was für ein schönes Kind! Jeder, der das Bild gesehen hätte, würde sagen: "Was für ein schöner, lieber, herzlicher Junge!" Es ist nicht möglich, als gesunder Mensch so einen Jungen unsympathisch zu finden oder ihm irgendwie Schaden zufügen zu wollen. Ich versuche so trocken wie möglich zu sagen: "Sympathische Familie hat sie.", während sie weiter durch die Bilder klickt. Mein Herz ist ganz aufgeregt. Ich will unbedingt, dass sie wieder zurückklickt auf das Bild mit dem Jungen, das Verlangen kommt von ganz tief unten, wie das Verlangen, Schokolade zu essen. Es mag ja schlecht für die Zähne und das Gewicht sein, aber es schmeckt gut. Jetzt im Nachhinein kann ich das so beschreiben, in der Situation war es nicht so reflektiert: ich wollte einfach nochmal das Bild sehen, es einfach so lang ansehen wie ich wollte. Dafür sind doch Bilder gemacht, oder? Weil sie Schönheit abbilden können. Ich denke mir, dass ich nachher, wenn ich wieder alleine bin, nochmal in aller Ruhe das Bild betrachten kann. Wann ist sie denn endlich fertig? Sie holt einen Joint raus und bietet mir an, ihn zu teilen, aber ich lehne ab: "Hab ich schon mal probiert, hat mir nie was gebracht." Sie sagt: "Dann musst du es mal pur in ner Bong probieren. Hast du ne Plastikflasche und ein bisschen Alufolie?" Ich habe kein echtes Interesse, aber sage "Ja ok", weswegen ich mich ein bisschen schäme, und so geh ich in die Küche und suche das Zeug und bring es ihr. Sie spürt nicht, dass ich müde bin und mich nicht für's Kiffen interessiere. "Eine Schere brauch ich noch." Ich bring ihr eine Schere. Sie loggt sich bei Facebook aus und geht ins Bad und ich setz mich auf den Fußboden und kratze mit einem alten Fußnagel, den ich auf dem Teppich finde, über meine linke Handfläche. "Kommst du?", ruft es aus dem Bad. Ich steh wieder auf und geh ins Bad. Sie steht mit der Flasche voller Rauch da und gibt sie mir und ich zieh alles mit einem Mal in die Lunge und muss fürchterlich husten, dann setze ich mich wieder auf den Teppich und plötzlich wird mir total schwindlich, so als hätte ich mich ganz lang um meine eigene Achse gedreht und würde herumtorkeln.