Die fröhliche Gebietsreform

In meiner Vision gibt es Ostdeutschland bald gar nicht mehr. Es gibt große Metropolregionen wie Halle/Leipzig und Berlin/Potsam und Weimar/Erfurt/Jena und freie Metropolen wie Gera und Cottbus und Magdeburg und Rostock und Chemnitz und Dessau. - Es war ein Fehler, nach der Wende die "alten Bundesländer" aus der Mottenkiste zu holen. Man hätte lieber große Metropolzentren schaffen sollen, die sich zu freien Stadtstaaten hätten entwickeln können. Sachsen-Anhalt braucht man beispielsweise gar nicht mehr, wenn Halle und Leipzig zu einer Stadt zusammenwachsen und Magdeburg noch ein bisschen schöner und größer wird. Sachsen braucht es nicht, wenn die Metropolregionen Dresden und Chemnitz wachsen. Thüringen kann sich auflösen, wenn die Metropolen Weimar und Jena noch ein bisschen selbstbewusster werden, Erfurt zu einem Vorort Weimars wird und Nord-, Süd- und Westthüringen den alten Bundesländern geschenkt wird. Das Eichsfeld und Nordhausen schenken wir Niedersachsen, der Wartburgkreis, Suhl und Schmalkhalden-Meiningen geht an Hessen, Hildburghausen und Sonneberg bekommt Bayern. Die Metropolregion Erfurt/Weimar/Weimarer Land/Jena, offiziell vielleicht "Über:Weimar", hätte 2022 etwa 475.000 Einwohner. Die umliegenden Landkreise, (man könnte sie als "Thüringer Land" oder noch frecher, "Weimarer Land" zusammenfassen), hätten 437.00 Einwohner, zusammen hätte diese Metropolregion also über 900.000 Einwohner. Eine schöne Größe. Mit einer schönen Stadt will ich mich identifizieren, aber nicht mit einem ganz ordentlichen Bundesland oder einem mächtigen Staat. Ich stelle mir gern ein Europa der Metropolregionen vor, ein schönes, solidarisches Europa.