Meta-Menschheit

Wenn ich nichts tue, weil ich keine Verpflichtungen habe, bin ich ein Mensch an sich und spreche, wenn ich sprache, zum Menschen an sich. Wenn man nichts tut, ist man Weltbewusstsein - wenn man etwas tut, Ichbewusstsein.

Ich habe Lust, einen schwammigen Vortrag mit dem Titel "Leben ist das Bewusstsein der Materie" zu halten. Ich möchte halbe Wahrheiten den labyrinthischen, unterirdischen Rohrsystemen meiner Rhetorik übergeben. Ich möchte von den traurigsten, wildesten und schönsten Menschen des Landes beklatscht werden für meine dissoziativen Manöver im Schatten eines weichen, prallen Frühlings auf der grauen Hauptstraße zwischen den langweiligen Selbstgesprächen der Häuserfassaden.

Ich suche im Dunkeln nach der Computermaus, während die Musik heddert und finde sie genau im selben Zeitpunkt, in dem die Musik sich entheddert. Solche lustigen, leichten Zufälle blinken mich die letzten 72 Stunden in unglaublicher Kontinuität an. Definitiv schreitet die Manie voran.

Ich will mehr wissen, deshalb muss das Wissen der Welt vernetzt werden. Indem ich sage: "Es müssen alle Menschen das selbe wissen", erhebe ich mich zum Metamenschen, der sich selbst bejahen will. America, america is killing it's youth.

Derzeit häufen sich Youtube-Videos über Satsang und Bewusstsein. Sie wurden erst vor kurzem hochgeladen. Youtube speist mich mit Informationen über die Welt. Das Internet repräsentiert die Reife des Menschen an sich. Alles muss sich vernetzen, damit jeder mehr ist, mehr Möglichkeiten habt, sich selbst und die ganze Menschheit zu bejahen. Eines Tages wird jeder jeden kennen. Es gibt nur ein einziges Bewusstsein, das sich mit allen Lebewesen durch die Evolution hinweg weiterentwickelt. Da es platzen würde, wenn es sich als Ganzes wahrnehmen würde, muss es sich in Portionen erfahren, in zeitlichen und räumlichen Isolationen. Jedes individuelle Bewusstsein ist ein Ausschnitt des universalen Bewusstseins. Vielleicht ist Gott nur die Idee eines Wahrnehmers allen Bewusstseins.

Alles läuft am Ende auf mein Bewusstsein hinaus. Ich bin der zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort sich selbst wahrnehmende Beobachter. Ich bin die Materie, die sich selbst erkennt. Der Mensch ist nur eine Vorstufe zum universellen Bewusstsein, das sich irgendwann, vielleicht ja auch mithilfe des Internets, ergibt. ergibt. ergibt. ergibt. I'm still waiting. I'm still waiting. Es sind keine Zufälle die mir passieren, sondern Metaphern. Was sollte ich auch sonst haben außer Metaphern? Das, was ich als objektives Universum denke, ist nur eine Projektion meines Unterbewussten, das der eigentliche Autor ist. Für mich ist das objektive Universum so stabil wie meine Träume. Ich kann das Universum verändern, indem ich mich verändere, indem ich die Zügel in die Hand nehme und meinen Platz in dieser großartigen Welt behaupte.

Die Spotify-Playlisten, die ich erstellt habe, strukturieren meinen Rausch. Ich unterhalte mich auf diese Art und Weise mit mir selbst - auf einer über-egozentrischen Ebene. Das dritte Auge. Wenn ich manisch bin, verändere ich die Wirklichkeit auf eine Art, die mich zu einem Metamenschen macht.

Jeder mit menschlichem Bewusstsein ist die Repräsentation einer individuellen, egozentrischen Version der Menschheit an sich, des Metabewusstseins, das nicht linear in die Zukunft stürzt, sondern alles Vergangene und Zukünftige, sprich jeden von jedem Menschen als "gegenwärtig" wahrgenommenen Moment umfasst. Das Internet ist die Wiege des Metamenschen.

Je mehr Leute Zugriff aufs Internet haben, desto mehr weiß ich. Weil jeden Tag mehr Leute ins Internet gehen, wachse ich tiefer in meine Selbsterkenntnis hinein. Ich brauche Zugriff auf alle Informationen und ich werde ihn bekommen! Immer wenn man längere Zeit unter Drogen dissoziiert, erkennt man sich selbst als Repräsentation des Zustands der gesamten Menschheit. Deshalb ist jede Drogenvision jedes Menschen wahr, wer weiß schon, wieviel Zeit der Menschheit noch bleibt? Ich habe einen logischen Fehler gemacht und verliere Lust, diese weiche, nach Abwaschlappen und Kaffee riechende Theorie zu vertiefen. Ich spüre meine Verzettelung, ich spüre wie sich mein Gesicht in eine weiße Porzellanmaske verwandelt. "Panikattacken die man überlebt, waren Zeitreisen.", ruft jemand rein und du sagst: "Aber wenn Sie in den nächsten 60 Minütchen anrufen, dann schenken wir Ihnen auch den ganzen Rest!"

"Mein psychedelisches Bewusstsein ist ein Seismograph für den Zustand der Materie und damit basta!", stampfe ich mit der Faust auf den Tisch und verlasse den Raum. Man muss die Wahrheit wie Olivenöl verkaufen: als edele Zutat für Feinschmecker. Alles andere ist vergebene Liebesmüh. - Wäre die Musik nicht so süß, würde ich glauben, einen Herzanfall zu bekommen.

wahren Selbst ist im Grunde nur die Suche nach einem optimalen Apartment, wo man arbeiten und dösen und lieben und scheitern kann wie man will.

Wenn ich nicht schreiben und muszieren würde, wäre ich schon längst diese Garage geworden. Meine Mitbewohner riechen alle nach Erfurt. Diese WG ist ein genaues Modell von Erfurt. Die Gesichter der Menschen auf den Straßen und in Supermärkten sehen so aus, als würden sie gezwungen sein, den Rest ihres Lebens in unserer WG zu wohnen. Niemand traut sich auszusprechen, was das Leben in dieser Stadt schöner machen würde: mehr Gemüsemärkte, fröhliche Kinder, bunte Sandsteinhäuser, keine Autos, kein Plastik mehr, dafür wilde Parks, vielfältige Straßenmusik, gemütliche, öffentliche Wohnzimmer, freie Universitäten, freie Medien, freie Kunst.

"Ein gemütlicher Staat, eine liebevolle Bürokratie, glühende, schlaflose, unendliche Netzwerke, hach! Das ist es doch! Erfurt lässt Gedanken und Gefühle schrumpfen, Erfurt macht faul und aggressiv, wenn man nicht größenwahnsinnig oder verliebt ist.", hat schon der frühere Bürgermeister gesagt. - Alles ist wirklich nur von der Hintergrundmusik abhängig. Erfurt braucht neue Hintergrundmusik. Irgendwas muss übertrieben werden. Europa bereitet sich auf eine große Depression vor, deren wütendste, kälteste Vorboten die Rechtspopulisten und Neofaschisten sind, deren giftige, leuchtende Blumen den tristen, phantasielosen Garten der Demokratie und Menschenrechte dekorieren wie das Lächeln eines Metzgers über die Hölle der Massentierhaltung hinwegtäuscht.

Alle Menschen müssen auf Augenhöhe miteinander reden. Die ganze Menschheit muss miteinander reden und ein kollektives Sprachzentrum bilden, die Hauptzentrale der Menschheit, das, was die Menschheit auf die Metaebene bringt: alle Menschen sind an einem bestimmten Tag gemeinsam wach, alle virtuell verbunden zu einem Meta-Hirn, in der alle Menschen direkt spürbar auf alles andere Einfluss haben, so als befände sich dieses Meta-Hirn im Kopf des Menschen an sich, der gerade luzide träumt. Eine virtuelle Parallelwelt, eine interaktive Oberfläche, eine digitale Traumwelt.

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Wenn der trillerpfeifne Rausch der Bedeutung mein Gehirn magnetisiert, erkenne ich, dass die Welt nicht sehr weit ist, alles beschränkt sich auf mein direktes Umfeld, denn alles ist streng mit meiner Geschichte verbunden, alles redet zu mir von meiner Vergangenheit und Zukunft, von Ängsten und Wünschen. Die Außenwelt ist eine Repräsentation meiner Innenwelt. Schau ich nach draußen, seh ich auf eine Metapher.

Die Glühbirne geht an der Stelle kaputt, in der David Byrne "Electricity" singt, während ich mit meinen Eltern, die noch im Erzgebirge wohnen, breche, stirbt Margot Honecker endlich. In der aktuellen Folge von Togetherness geht es u.a. um spirituelle Wandlung, zwischen den Folgen entstehen diese Zeilen, gleich bricht der letzte Tag der Woche des Merkurtransit 2016 an und in ein paar Tagen steht die Albert-Hofmann-Säure im Briefkasten. Ich komme mir albern vor, weil ich eben von meinen Eltern geredet habe. Vielleicht werde ich scheitern, weil meine Eltern so mittelmäßig sind. Letztens laß ich in der Zeitung, dass die jungen Autoren von heute nur über Drogen und den Bruch mit ihren Eltern schreiben. Roger Willemsen, den ich mit diesem Buch auf einen Cafe einladen wollte, stirbt während der ersten Probe meiner namenlosen Noiseband. Ich lerne wunderbare Menschen kennen, aber ich bin kein Weltbürger, ich schaue von Erfurt auf die Welt, ich habe eine Erfurtbrille auf, die ein Freund aber vor paar Jahren kaputtgeschlagen hat, als wir betäubt von herbstlich-würzigem Sekt durch das samtig rot schimmernde Treppenhaus torkelten.

Lächerliche Lappalien beginnen sich zu vernetzen und zu wuchern und lassen eine Geschichte entstehen, von der ich nicht getrennt bin. Kreativität und Bewusstsein ist das selbe. Zum ersten Mal scheine ich wirklich frei von irgendeiner Form von Angst zu sein, ich hab nichtmal mehr Angst, keinen Sinn mehr zu ergeben und meine Grammatik zu verlieren und damit ein wesentliches Machtinstrument meines Egos, da smir immer im Weg steht. Ich bekomme einen unsichtbaren Lachanfall, wenn ich an Autoren denke, die glauben, Wirklichkeit wäre mit sprachlichen Konventionen kompatibel. Nervige Schreib- und Sprech-Floskeln wie "Auf Wiederhören" und "Mit freundlichen Grüßen" sind nur extreme Beispiele für die allgemeine Leere jedes Satzes, den der Leser versteht. Da man selbst immer in sich verschlossen bleibt, ist man authentisch immer in dem Augenblick, in dem man unverständlich ist. Die unselige Aufgabe des Schriftstellers ist es, einen Mittelweg plattzutreten zwischen den sich ständig wiederholenden, missverständlichen Floskeln der Nüchternheit und der abstrakten, irrationalen Ekstase der Erkenntnis.

Aber solang ich verwirrt bin, behaupte ich, dass man sich nur Mühe geben muss, wenn man keine Zeit hat... Gründlichkeit und Geschwindigkeit schließen sich aus, denn erst wenn die Dinge zum Stehen kommen, schaut man in ihre Tiefe. Solang aber alle noch arbeiten und nicht wissen, was sie sonst tun könnten mit ihrem Leben, solang wird die Menschheit sich in einen immer hitzigeren Fiebertaumel stampfen. Die Erde ist ein Organismus und jeder Mensch ist ein Gedanke, das heutige Internet ist das (hoffentlich) nicht löschbare Ur-Bewusstsein der Metamenschheit, darauf gespeichert die Geschichte des Planeten, die Geschichte der Natur und der Menschen. Alle Menschen müssen sich synchronisieren, um ein einziges, virtuelles Ich zu erschaffen. Der Mensch hat für die Evolution des Planeten nur die Aufgabe, Bewusstsein zu entwickeln, um Technik zu erfinden, die das ganze Universum in eine Großstadt verwandelt. Der Mensch ist eine Brücke, sowas wie ein Organ in einem überräumlichen, überzeitlichen Wesen, das aus dem Nichts entsteht, sich entwickelt und formt und irgendwann wieder im Nichts verschwindet. Ein Loop, die ewige Wiederkehr des Gleichen. Vielleicht wache ich gleich im 18. Jahrhundert in einem Gefängnis auf und werde wegen meiner Gedanken gleich hingerichtet - oder ich bin der Henker - oder der Axtschmied. Ich mag es, all die unsichtbaren Hüte zu verlieren, die ich trage, ich mag es all die bleichen Hummeln zwischen meinen Ohren mit Farbe zu füllen, ich mag es, wenn der weiche, unendliche Baseball-Schläger der Marihuana-Meditation wie das Heck-Rotorblatt eines Hubschraubers für eine stabile Flugposition sorgt, während Gary Numan fragt, ob meine Freunde elektronisch sind und ich denke: ja, die Worte die ich schreibe, sind meine besten Freunde, mein Laptop speichert elektronisches Bewusstsein, vielleicht müssen alle psychedelischen Bücher verschmelzen zu einem; dafür eine Wiki machen oder eine Cloud oder eine Parallelwelt. Wieviel Zeit bleit überhaupt noch? Die Psychedelische Bewegung kann nur eine Globale sein und muss eng vernetzt werden, je mehr Verbindungen, desto besser: so lernt ein Kind, so lernt der Planet. Wenn ich 80 bin, gibt es 10 Milliarden Menschen, soviel wie es Nervenbahnen im Gehirn gibt. Dann erkennt sich die Menschheit selbst. Selbsterkenntnis mit 80, das ist doch klar! Ich bin eine Metapher für alles.

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Der Thrill, ob das Gras diesmal vielleicht mit Schweinkram gestreckt ist, poltert wie leere Benzinkanister über die feuchte Treppe. Vielleicht ist das mein Ende. Und ob ihr's glaubt oder nicht, Jesus ist mir erschienen, wie einen Blitz erfasste es mich, die Lunge von rauem Kratzen beunruhigt, giftiger Frosch im Hals, ich dehydriere, immer das gleiche Theater am Rand der Nichtigkeit. Ich schlucke meine Spucke runter und leugne jede personale Identität, indem ich mich täglich meditierend daran erinnere, dass es mich gar nicht gibt, weil ich dem Staat nichts nütze. Ich habe kein Ich mehr nötig, weil ich eine Erwerbsminderungsrente bekomme. - Eines Tages erschien also Jesus über mir, der genau so dehydriert aussah. Und was soll ich euch sagen!? Sein Lachen erfüllte mich mit nie gekannter Liebe! Alles wird plötzlich ganz ruhig und klar: es gibt keine Probleme, weil es keine Geschichte mehr gibt. Oh Jesus schenkt mir eine unglaubliche Gelassenheit, die ich euch auch an eure leidvollen Herzen legen möchte! Ich lehne mich in meine Mietschulden wie in einen gemütlichen Sessel, der mir nicht gehört, ich lass die Sonne auf meinen Winterspeck lachen. - Ich befreie meinen Kopf aus der Zeit, während die Wölfe zurück an die Macht kommen. Marcel hat von Moses einen Revolver bekommen und das Spülbecken ist übergelaufen. Ich zerknülle diesen Schnappschnuss, falte ihn wieder auf und zünde ihn mit einem Feuerzeug an. Ich werde niemals jemandem etwas nützen.

Ich trete voll klarem Kopf in den majestätischen Erfurter Dom. Mein Atem und meine Schritte sind das einzige, was ich höre. Du sitzt in der ersten Reihe und bestaunst die riesigen Fenster mit ihren bunt-strahlenden, organisch-strukturierten Mandala-Mustern. Die Orgel setzt ein, du erschrickst sanft und fällst in den endlosen Strom der Musik. Ich setz mich hinter dich, du spürst mich nicht, deine Augen sind geschlossen und es kommt dir vor, als würdest du immer kleiner und der Dom immer größer werden. Plötzlich denkst du an das Nichts. -

Wenn man an das Nichts denkt, hört man auf, zu existieren. - Wenn du dich zehn Minuten in diesen Gedanken hineinsteigerst, werden in deinem Gehirn bestimmte Botenstoffe freigeschalten. Die Idee des Nichts ist eine Magnetspule, an deren entspannenden Schwingungen du dich von der alltäglichen Tortur erholen kannst. Wenn du willst, wenn du mir glaubst, wenn du die Füße ruhig hältst!

Es lohnt sich nicht mehr, sich für einen Job zu interessieren, der von einer Maschine, einem Computer, einer Software ersetzt werden kann. Lohnend ist entweder, ein manischer Spezialist zu sein oder sich in die gemütliche Hängematte eines mütterlichen Staates zu kuscheln. Es gibt nicht mehr viel zu tun! Was habt ihr euch eingebildet auf eure Jobs! Einst waren vielleicht einige von euren Tätigkeiten notwendig, heute sind sie es nicht mehr. Was werdet ihr tun, wenn die große Maschine euch ausspuckt? Verlasst ihr euch auf ein bestimmtes Grundgesetz oder Menschenrecht? Ihr werdet am Rand der Armut landen, nutzlos und depressiv in den grauen Vormittag welken, während die, die den Absprung früh genug geschafft haben, ihre bunten Ballons an die Häuser und Bäume binden.

"Herr im Himmel, lass die Dinge für mich genau so weiterlaufen, ich bin auf einer unheimlichen Glücksspur. Oh Herr, ich hätte nicht gedacht, dass du mir so viel Kraft gibst!" Plötzlich werden meine Augen schwarz wie die einer Kröte und es klopft an die Tür: "Ich werde den Volkskörper zersetzen müssen!", ruft Marcel und platzt herein, fuchtelt mit dem ungeladenen Revolver herum und ich sag ihm, dass ich genau darüber gerade geschrieben hab.

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Das gesamte menschliche Bewusstsein, so meine Erleuchtung heute morgen, ist das Selbstbewusstsein des einen, aus Gott und Teufel bestehenden Bewusstseins. Ich bin Gott und Teufel. Der freie, progressive Mensch ist Gottes Ebenbild, der lieblose, rückwärtsgewandte Mensch ist Ebenbild des Teufels. Alle Menschen müssen zusammenkommen! Alle müssen sich einander in die Augen schauen! Das Internet ist das Medium unseres Großen Zusammentreffens zum Heiligen Mittag! Wenn alle Menschen gleichzeitig miteinander feiern, verschmelzen Gott und Teufel zu einem absoluten Nichts, sie sind weg, sie haben keine Macht mehr über den Menschen! Dann erst wird sich jeder selbst erfinden müssen, dann erst wird sich eine Menschheit wirklich im Griff haben. Es gibt nur Gott und den Teufel, ich bin Gott und Teufel zugleich, in den Schranken meines Körpers, meiner Herrlichkeit gewidmet. Mithilfe des Menschen erfährt Gott sich ja erst, dieses eine, unendliche Urbewusstsein. Wir haben eine Chance, weil Gott und Teufel einander bedingen! Ohne sie gäbe es schließlich gar nichts, das genießen könnte. - Es fühlt sich an, als hätte ich außerhalb meiner Ich-Realität mich in diesen Körper eingestöpselt, um mir selbst bewusst zu werden. Gott schafft soviel wie möglich Bewusstsein, um sich selbst zu erkennen und überhaupt zu genießen. - Der Mensch ist die Geschichte zu Gottes Selbstbewusstsein hin. Der Mensch ist das Wahrnehmungs- und Lustorgan Gottes. Indem er so vielen Menschen wie möglich Freude schenkt, holt sich der Schöpfer einen runter. Sobald alle ihre Ichschranken und Ichideen aufgeben und miteiander in kollektiver Ekstase verbunden sind, schaffen die Menschen Gott ab und können sich ganz neu erfinden, jenseits von gut und böse. Der Gottteufelteufelgott war schließlich nur ein Vehikel, das dem Menschen gedient hat, um in der Metamenschheit anzukommen.