Die DXM-Interventionen (Verwandlung)

DXM-Intervention V, vom 12. Juli 2015.

24-Hustenstiller-Kapseln von Silomat, die Stunden zuvor 2 Liter Grapefruit-Saft zur Verstärkung. (Gedächtnis-Protokoll.) (1) Die Selbstverständlichkeit, dass etwas existiert, dem man sich stellen muss, verschwindet mit einem Rutsch und hinterlässt einen kalten, zeitlosen Schrecken in meinen Knochen, den ich noch niemals gefühlt habe, kochende Panik am absoluten Grund des Gehirns. Man steckt in sich drin, in einem warmen, heißen, schwappenden, knacksenden Körper; zusammengedrücktes organisches Chaos wie eine unübersichtliche Großstadt während der allmitternächtlichen Rush-Hour. Der Mund gibt ellenlange Zischlaute von sich, die die Welt bedeuten, eine flache, taumelnde Welt, der ich mich entziehen kann, wenn ich die Augen schließe und die unendlich feinen, repetitiven, organischen Muster sehe, ein feines violettes Seidentuch an einer glatten, nach links hinten verlaufenden, unendlich langen Wand gespannt und von einem hellen weichen Licht von links und rechts bestrahlt, wie eine langsame HD- Visualisation eines Liedes. Der ganze Raum ist davon eingenommen, wenn man die Augen geschlossen hat - das eigenartige Gefühl zum Wesentlichen vorgestoßen zu sein... Total verloren in einer traumartigen, gegenstandslosen Besessenheit, düstere, hypnotische Euphorie am äußersten Rand des Lebens, als habe man die ultimative Rückseite des Lebens entdeckt, den Keller des Bewusstseins, in den man gelangen kann, wenn man eben diese Droge nimmt. Der wahrgewordene Alptraum vom endgültigen Zusammenbruch. Es ist passiert. Total schmierige, schleimige Hände, sie kneten sich. Ein intensiver, weicher Druck pulsiert durch das Gehirn; es macht Spaß regungslos in der Unendlichkeit des Augenblicks zu hocken und sich dem inneren Treiben hinzugeben. Nichts zählt. Es gibt nichts zu tun im Leben. Komische Geräusche mit dem Mund machen und Schwitzen, warum mehr von einer Existenz verlangen, die derart unbegründet ist? (Fußnote 3) Das alte Ego kommt hinten vorbei und macht mir bewusst, dass Lisa hier ist. Sie lacht über manches was ich mache/sage. Ich weiß nicht, ob sie mich wirklich versteht, denn sie hat nur Bier getrunken. Ich kann nichts Sinnvolles sagen, ich kann dem euphorischen Chaos, das mein Kopf in den schwerfälligen Körper strahlt, keine Bewegung entgegensetzen, die mich nach oben bringen könnten.

(2) Mein Körper ist das Zentrum meines Universums und steckt zur Hälfte in meinem Unterbewusstsein fest. Mein Gehirn ist unerschütterlich wach, nimmermüde und freundlich weich wie eine Hand, die mir gereicht wird. Es schüttet Panik und Glückseligkeit aus, aber es gibt kein Ego, das ihm erklärt, was davon gerechtfertigt ist. Ich erinnere mich entfernt daran, dass ich entspannen kann, weil ich ja bloß bei Lisa bin und nicht in der Schule unter den Augen der Anderen. Ich muss niemandem etwas erklären, ich muss keine Entscheidung treffen. Trotzdem fühle ich mich ausgeliefert diesem grundlegenden Grauen, das meine Existenz bedeutet. Ich kann mich nicht dagegen wehren, dass ich etwas tun und lassen muss, dass ich genau in diesem Körper mit genau dieser Wahrnehmung stecke. Es gibt keine Zukunft, die meine Phantasie dem leeren Moment entgegensetzen könnte. Ich bin ein schmieriges Monster, sitze wie in einer Grapefruit ganz oben auf der Bergstraße des Dorfes, in dem ich geboren wurde. Ich vermute, dass mein Gehirn in den Zustand katapultiert wurde, in dem es sich befand, als ich mir zum allerersten Mal bewusst wurde, dass ich existiere, an irgendeinem dunklen gemütlichen Fleck des Universums, ganz unten, allein, schutzlos und ohne Aufgabe. (Fußnote 3) Mit seinem Leben nichts mehr anfangen als das hier, und das für alle Zeiten, funktioniert nur, wenn das Ego nicht mehr aus den Augen schauen darf. Das Universum sieht anders aus, wenn das Ego nicht mehr im Sattel sitzt. Eine Möglichkeit ist, es mit bestimmten Drogen aus dem Sattel zu taumeln; sie simulieren den Wahnsinn, den das Gehirn loslassen würde, wenn es begreifen würde, dass du nichts zu tun hast. (Fußnote 4) Plötzlich kannst du nicht ertragen, dass du gezwungen bist, etwas zu sein und zu tun und zu denken. Das Gehirn ist gewohnt, sich mit Dingen zu beschäftigen, die außerhalb des Körpers geschehen, es ist nicht darauf trainiert, sich derart mich sich selbst zu befassen. (Fußnote 4) Als gäbe es eine höhere Instanz, die dich in den Sattel gesteckt hat. Als würde man plötzlich begreifen, dass man nur in einer Art Simulation steckt. Vielleicht stehen gleich Bürokraten oder Elterntiere oder Lehrer neben mir, um mich zu fragen, wie ich mich unerlaubt an den Apparat wagen konnte. Oder ich erinnere mich gleich daran, dass ich nur ein träumender Behinderter oder Mörder oder Geisteskranker bin, irgendein kleiner, dummer Schwächling. Vielleicht stehe ich kurz vor meinem Ende, aber das macht nichts. Ob ich jetzt oder später sterbe, macht absolut keinen Unterschied. Diese Erkenntnis erzeugt ein höllisches Schuldgefühl. (5) Scheinbar können die Leute mit dieser Droge die Tür aufmachen zu einer anderen, viel realistischeren, brutal realistischen Ebene. Vielleicht eine Tür zur einzig möglichen Religion. Hat Lisa die Videos gelöscht, die zeigen wie mein Intellekt unter DXM einen epileptischen Anfall erleidet? Sowas gruseliges hab ich noch nie

geäußert. Induzierter Wahn. Mein Gehirn birgt gigantische Gefahren für mein Leben - und Chancen, so ermahnt mich immer wieder das Bild von William S. Burroughs an der Wand. Ich höre ein warmes, sanftes Lied einen Sommerregen beschreiben, während ich an der einzig relevanten und unbeantwortbaren Frage schlucke: wie stehe ich zu dem, was mir gegeben ist und wo will ich damit noch hin? Die ereignislosen Tage und Wochen und Monate lassen meine Blicke nach Innen schweifen. Wer oder was kann sie nach außen lenken? (6) Nach dem gestrigen DXM-Desaster bin ich sehr wirr und instabil. Ich kann kaum Sätze formulieren. Totale Vernebelung. Ich habe eine stabile Distanz zu allem, ich spüre, dass ich in der Welt bin, ich stehe im Universum, ich glotze für eine kurze, vielleicht unbedeutende Zeitspanne in die Existenz rein. Ich bin ein beseelter Gegenstand. Nein - ich bin ein fester Gegenstand, in dem unendlich viele immaterielle Gegenstände (neuronale Zustände) um Geltung ringen. Die Distanz lässt mich mehr Möglichkeiten sehen. Ich befinde mich zwischen allen Menschen, zwischen allen Ereignissen. Ich verstehe, was andere Leute antreibt. Ich möchte mit keinem von ihnen tauschen. Ich verstehe, warum manche Mystiker sich "unten" auf der Erde fühlen. Oder hängt mein Bewusstsein schief? Mein Weltbild könnte in ein Weltgefühl zerfallen... (7) Wieviel von meinem Gehirn hat Google schon erfasst? Mancher kann sich nur noch an Google wenden. Mein Telefon ist mit dem Internet verbunden, liegt ein paar Zentimeter unter dieser Zeile und spielt ein Video von Amon Tobin ab. (8) Mit allem was ich schreibe, vertiefe ich nur die Tatsache, dass es für mich nichts Existentielleres gibt als Atmen, Essen, Schlafen und Schreiben. Ich frage mich, ob meine Eltern einen anderen Begriff für "existentiell" haben und im Alltag benutzen... jetzt wo ich weiß, dass hinter dem Alltag das Grauen der individuellen Existenz alles unterhöhlt - diese Unterhöhlung ist Grundlage des Alterungsprozesses. Der Gedanke, dass die Summe all meiner erlittenen Qualen kleiner ist als das Leid bestimmter Menschen an einem einzigen Tag, will mich trösten, kann mich trösten, aber lässt mich doch nie richtig aufatmen. Es stimmt, dass das Gefährliche an Drogen ist, dass man nie wissen kann, wie sie die unbewusste Seite beeinflussen. Aber manche Drogenkonsumenten nehmen diese Gefahr in Kauf, weil sie wissen, dass die Alternative dazu bloß ein Abstumpfen und Erkalten wäre. Ein erfolgreiches, bedeutungsvolles Leben mindert die Substanz ähnlich wie gewisse Drogen. Alles mindert. Die Frage ist, was und wieviel du wie lange mitbekommen willst. Ich rette einen Käfer, der in meinem Trinkglas ums Überleben kämpft. Meine Ehrfurcht vor dem Leben anderer Wesen ist in den letzten Monaten größer geworden. Ich bin eigentlich auch nur ein Käfer auf der Suche nach Fressen, Schlaf und einer die Leere auspolsternden Erkenntnis.

Ich muss unbedingt genau herausfinden, ob es um mich schade wäre, würde ich plötzlich und für immer verschwinden. Wie sehen mich die Anderen? Wie bekomme ich Leute dazu, etwas in mich zu investieren? (9) Wenn ich in der Woche mehr als einmal DXM nehme, rutsche ich immer in eine heftige Depression, totale Erschöpfung, kalter Nihilismus, der tausend Kehlen zuschnüren will. Vielleicht kann Cannabis dem etwas Frühlingsfrische entgegenstemmen. Der Einkauf im Edeka ist dann auch wieder sehr lustig, bunt, weich, entspannt. Lebensglück, gesteigerte Aufregung, alles reizt zu schönen, kühnen Gedanken, ich finde mein Gesicht im Spiegel sehr schön, freundlich, gesund.

VI (halbwegs gescheitert)

Ich sitze in einer leeren Kneipe, trinke mein erstes Bier dieses Jahres, es wird Frühling und ich lese den Brief, den ich an mich selbst geschrieben habe, um mich zu beruhigen, wenn mich ein von Cannabis und DXM hervorgerufener Panikschub aus dem Konzept bringen will. Es ist schließlich wichtig, erstmal anzukommen: "Es ist nicht schlimm, sich ab und an vom Ich zu entfernen. Es gibt eine Zukunft, in der du wieder bei dir bist. Dort ist kein Ziel nötig oder eine Aufgabe, es reicht die Lust an den Sinnen auszukosten. Ekstatisches Bewusstseins-Fleisch. Hier gibt es Gegenstände die nützlich sind, um das Leben angenehmer zu machen. Der Ernst der Existenz geht nie weiter als ein fröhlicher Popsong aus den 70ern. Get right back to where we started from. Die Verkrampften entkrampfen sich und bekommen Lust auf eine dramatische Veränderung der politischen Verhältnisse. Generalentspannung entfacht Phantasie. Es ist nicht lächerlich, sich eine bessere Gesellschaft zu wünschen und alles dafür zu tun, dass eine Veränderung möglich ist. "So wie das Meer ist das Leben, ewige Ebbe und Flut ... Du musst entscheiden wie du leben willst, nur darauf kommt es an!", Hildegard Knef verbeugt sich und stolpert elegant von der Bühne. Ich bestelle noch ein Bier und versuche, eine Weile an nichts zu denken. Unmöglich. Ich bin gezwungen, an mein Leben zu denken.

Die Bedingungen haben sich weiter verschärft: eine neue Wohnung, widerliche Mitbewohner, die stinken nach nassen Pferden und rotzen auf den Boden und essen immer den selben Fastfood-Shit und ich hab zu wenig geschlafen, deshalb freue ich mich, heute an Gras gekommen zu sein und wie Anfang des Monats zwei Packungen Silomat-Hustenstiller. Ich zögere etwas und glaube, erst etwas Interessantes mit meinen Möglichkeiten zu machen, wenn ich das Zögern überwinde mit Gedanken wie "Das schlimmste was passieren kann ist..." Ich weiß nicht wie der Satz weitergeht. Deshalb muss ich einfach weitergehen. Das schlimmst, was passieren kann, ist....

Zuhause angekommen. 23:40 Uhr. Alle 24 Kapseln sind in den Magen gefahren zu "Love makes me do foolish things" von Martha Reeves. Insgesamt 12 Euro bezahlt, wie für eine Zugfahrt nach Weimar und zurück. Jeder Ausflug ist anders, und auf manchen scheint man einen derartigen Skandal aufzudecken, dass die ganze, zumindest westliche Zivilisation ins Stocken geraten würde, wenn sie die gleiche Erfahrung mit der Droge machen und ihre Konsequenzen daraus ziehen würde. Der erste Skandal, an den ich mich überhaupt erinnern kann, war für mich der Tod. Für einen anderen Skandal hatte ich schon lang die Augen offen: den Skandal des Ichs, das ein noch viel großeres Geheimnis ist. Behauptung abgeschlossen. Irgendwie stehen diese beiden Skandale in Zusammenhang. Vielleicht komm ich heute Nacht weiter. Puh, ein bisschen schlecht ist mir. Hatte die letzten 8 Kapseln aufgebrochen und in Wasser gelöst, absolut widerwärtig, vielleicht kotze ich meinen Fahrschein wieder raus. Bäh! Ich esse etwas Ingwer. Oder auch nicht. Ich freu mich so auf den schwitzig-schmierigen Skandal, den ich im hitzigen Höhepunkt des Rausches erfahre.

Mein Bewusstsein ist ein neurochemischer Eintopf. Ich werde matter und der Blick verschwimmt. Wird mein Herz auch diesmal diese Anstrengung mitmachen? Ich fühle mich so als würde ich nicht mitkriegen, wie ich auf einem Motorrad mit 60 Sachen einen steilen Berg herunterrase. Wie werde ich das Kotzen gleich feiern! Es wird immer wärmer und ich hab die klare Vorstellung, dass Leute in mir fröhlich schreien und mich erheben über den alltäglichen, glanzlosen Unsinn und ich sage mir, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Es fühlt sich so an ,als würden mir alle Leute eine Frage stellen, als wäre ich im absoluten Zentrum des Geschehens, als müsste ich mich permanent rechtfertigen. Ich höre nicht alles von der Musik, die im Hintergrund läuft. Bestimmte Instrumente sind einfach weg, der Song ist viel geräumiger, ich höre ihn mir von unten an, ich steige in ihm herum, das hier ist ein ernstes Lied, alle Musik ist ernst und heiter. Sollte es zumindest sein, hier wird die Stimmung jedenfalls sehr düster plötzlich. Was bedeutet es, wenn mich jemand ernst anschaut? Hat er ein Recht auf mich? Muss er mich nicht für meine Ratlosigkeit bedauern?

Ich beobachte Kotzefühl. Was noch? Ich kotze langsam in die Teekanne. Die Mitbewohner leben viel zu nah. Wer bin ich? Was mach ich mit meinem Leben? Was fang ich mit mir an? Die Fragen zerren mich nach oben. Die Musik ist absolut ernst und lieblos, ein gespenstischer Druck, ich fühle mich extrem bedroht und glaube, dass ich gleich auffliege, ich werde gleich für immer in eine furchtbare Hölle geschickt. Himmel und Hölle sind in uns - nach all den Jahrtausenden der Suche haben wir sie gefunden. Wofür werde ich bestraft? Ich lebe unter den Blicken der Mutter, die so kalt sind, dass ich weinen könnte. Kann man so sehr der Liebe entbehren, dass man glaubt, gleich zu sterben? Wer hätte gedacht, dass es so gefährlich sein kann. Meine Hände kommen mir so klein vor plötzlich, ganz kleine, schmierige Hände, ich stelle mir vor wie mich meine Mutter vorwurfsvoll, enttäuscht, böse anschaut. Sie will mich erschlagen. Weil ich unfähig bin, etwas mit der Materie hier zu machen, in die ich gestürzt bin. Was ich in mein Gehirn tue ist

eine öffentliche Frage scheinbar, etwas sagt mir, dass andere Menschen über mich verfügen. Ich höre so viel Düsternis und Feindschaft und Vorwürfe aus den Liedern. als würden sie bitter sarkastisch sagen wollen: "Du hast es jetzt endgültig übertrieben, du weißt was jetzt kommt, du bist nicht mehr zu retten. du wolltest es ja, du wolltest es ja. Es ist nicht schlimm, du wirst sterben. Das hätte jetzt nicht sein müssen, nimm es mir ruhig übel, dass du mich enttäuschen kannst, du bist wie du weißt, nicht in der Position, zu urteilen. Niemand wird dich jemals lesen. du wirst niemals eine Bedeutung für irgendwen haben." Etwas Unheimliches bedrängt mich. Immenser Druck im Brustkorb. Ich habe das Gefühl, schonmal gestorben zu sein. Vielleicht wurde ich in einem früheren Leben hingerichtet von einer fetten Henkerin oder dies ist nur wieder eine Metapher für die Kälte der Mutter, liebe Schüler, vergesst nicht, es gibt immer mehrere Ebenen, das ist ja das spannende! Lasst euch anspannen! Es wird gute Noten regnen wie Blumen! Ich geb euch alle ein Eis aus, wenn ihr mir ein bisschen zuhört! Ich bin euer Freund! Hört Euch zur Einstimmung bitte meinen neuen Song "Der Brandstifter" an!

Ich interessiere mich plötzlich für Kommunikation. Wie erleben andere Leute ihre Existenz? Und ich meine ganz genau: was macht Euch Spaß? Wie würdet Ihr den Staat verändern? Wie die Mentalität in dieser Stadt beeinflussen?

Das Ich stabilisiert die Wirklichkeit. Das ist vielleicht der Kernsatz all meiner bisherigen Drogen-Erfahrungen. Ohne Ich, das ihm eine bestimmte Außenwelt strukturiert, beschäftigt sich das Gehirn mit anderen Bewusstseins-Ebenen. Das Ich ist ein mögliches Fenster in die Welt. Es verpflichtet uns zu dieser Welt zu stehen. Ich schaue aus dem Fenster in den Hinterhof wie aus meinen Augen in die Außenwelt und frage den Kater, was wir beide mit unserem Leben anfangen wollen. Er kann mir nicht antworten, weil er keine Worte kennt, und deshalb hat er auch keine Werkzeuge, um ein Ich zu produzieren, denn ein Ich ist nichts anderes als ein sprachliches Konstrukt. Das Wort "Ich" suggeriert, dass es ein Ich gibt, aber eigentlich zeigt es bloß auf etwas, das es gar nicht gibt.

Die visuellen Effekte bei geschlossenen Augen (zarte, atmende Teppiche aus rotem, blauem Licht, geometrische Strukturen und Räume) passen sich der Struktur der federleichten Kopfschmerzchen an, die das Gehirn massieren. Sie sind polyrhythmisch; überlagerte Ebenen; grobe und fragile, wässrige Strukturen, die sich auf die Außenwelt übertragen, wenn man die Augen öffnet.

Ich befinde mich in einem weit nach hinten geöffneten Moment, ich bewege mich nicht in der Zeit voran, sondern hinein. Möglicherweise fesselt uns das Gefühl, uns in der Zeit nach vorn zu bewegen, an unser Ich. Das Ich hält sich an Begriffe, während es von der Zeit durch den Raum geschleift wird. Das Ich ist ein Filter, den das Kind aufbauen musste, um mit der Welt, wie sie von der Gesellschaft durch

Worte und Termine definiert wird, klar zu kommen. Unsere subjektiv wahre Welt wird von unserem Zeit- und Ichgefühl entworfen. Das ständige Erwarten und Berechnen und Voraussehen und nicht zuletzt alle gesellschaftliche Notwendigkeiten verhindern, dass wir uns im Moment verlieren, wortwörtlich: wir verlieren unser Ich, wenn wir nicht mehr aus einer bestimmten Vergangenheit in eine bestimmte Zukunft vorzustoßen meinen. Wenn uns das Gedächtnis an diese, an alle Begriffe abhanden kommt, verlieren wir mit ihnen die Anziehungskraft, die uns an die übliche Realität bindet. Das ist so schwer zu glauben, weil es so schwer ist, sein Ichgefühl loszulassen und das Gespür für das zu verlieren, was richtig und falsch ist.

VII 7.9. (diesmal fröhlich)

Fröhliche Musik kann dich nicht beruhigen, denn auch zu fröhlicher Musik kannst du sterben. Alle deine Hoffnungen sind nicht angebracht, nichts von dem was du dir vornimmst, wird sich erfüllen, aber bist du da so verschieden von Anderen? Vergleiche dich mit Anderen! Es ist nicht klar, was sie für eine Bedeutung für dich haben. Deshalb ist die Angst vor Ihnen angebracht. Du bist eine Maschine und kannst nicht auf alle Sentimentalitäten Rücksicht nehmen. Ohne Ich könnte sich der Körper rächen für die Jahre lange Erniedrigung. Es gibt keinen Gott - also darf es kein Ich geben. Niemand ruft mich. Der Text kann nur verstanden werden, wenn man sich von Musik verprügelt fühlt. Im DXM-Rausch erfährt man, dass es an die Substanz geht, wenn man die Dinge ernst nimmt. Etwas muss sich aus der Tatsache ergeben, dass ich existiere. Was soll folgen? Was soll jetzt folgen? Vermutlich fährt der Zug nicht nur in eine Richtung. Solang ich kommunizieren kann, will ich jedes Übel auf mich nehmen. Mein Gehirn kann die Struktur des Liedes als Wirklichkeit annehmen. Während man aufwächst, richtet man sich in einer Wirklichkeit ein wie als krabbelte man auf ein gemütliches Hochbett am Ende eines verwirrenden, zerfließenden Tages ohne Struktur. Gebunden an Gesichter und Gerüche und Musik und einer warmen, vibrierenden Lust steuern wir in einen Zustand, den wir als Ich definieren. Gerade wird mir seltsam schlecht flach im Magen, eine zitternde Flachheit, die ganz entspannt und freundlich mein Wesen durchdringt.

Die Lust langsam und entspant mit den Zähnen zu knirschen, die weich und warm und fecht sind. Ich habe einen eigenen Rythmus, den ich der Musik entgegenwippe. Es könnte ja jetzt jemand die Kontroleübernehmen, aber das Gras entsetzt erstmal alle, sie setzen sich erstmal alle auf eine klebrige Folie und sind gerührt davon, das überhaupt etwas passiert, gerührt darüber, dass überhaupt etwas existiert, wie ein Behinderter, der sich irgendwie freut, dass er existiert? oder ist da gar keine Euphorie? Was ein Rausch definbiert ist die Frage, was den Rausch definiert? Das Dröhnen, das fette organische Atmen, Tom Waits hat die Kontrolle über meine Bewegungen, ich binj genau der Kerl, Tom Waits, oder nein,.... entspannen...Wo bin ich gerade taumelnd drübergestolpert? Mein Gehirn pumpt ganz feierlich, fett, bärtig, wie während einer Werbeeinblende. Die Musik kitzelt euphorisch durch den Kopf, während ich auf und ab mich bewege, total in der Gegenwart, irgendwie erwarte ich die Ohrfeige des Vatzers mit Brille, es gab einen Vater mit Brille und einen ohne... Ich bin da auf etwas gestoßen... Das ist ja sonderbar. Ich denke, dass es so ist. Also ist es so oider? Genau so real wie die Buchytaben auf der Tastatur... Was haben wir denn jetzt? Wie funktuioniert das? Ich konstruiere die Wirklichkeit an meiner Schreibm,aschine, also meiner Tastatur, ich erzähle mir die Wierklichkeit. Ich freue mich dass ich das alles hi8er ychreiben kann-. Ich gestalte die Wirklichkeit, alles was ich tun will, kann ich tun, der Traum ist die wirkliche Realität.. das ist es, dahin drängt mich No Reply At All, ich soll hinschuaen, da hin!!! Der Traum ist genau so real. Oder? Alles ist real? DDu brauchst nicht weitermachen... Du kannst aufhören... Hast du es verstanden? Jaa? Du kannst aufhören... Hör doch einfach auf. Hör auf das zu tun, was du bisher tust. Du bist in dieser Rolle drin. Du eilst irgendwo hin... ja wohin? Du bist total erhoben, total berauscht... Das Lied wahr so gut, du bist an der absoluten Spitze, du schie0ßt gerade aus., dein Kinn ist angenehm durchblutet, das Fenster ist offen, totale Euihphorie, sowas schönes, das ist das Ruhekissen des Lebensd. Und wohin? Es ist egal? Absolut egal. Belib einfach hier... ;:-)Ich sitze in dem entspannten Gefühl meines Gesiuchts. Das ist die Wahrheit, die mit einem Porsche angerast kommt aus einber Werbung aus den 80ern. Ich unterlasse es einfach sozu schreiben wie ich bisher geschrievben habe. Man kann den Körper auch noch ganz anders benutzen-.... das ist die Ausage... Man kann sich kaum halten... Es ist eine sanfte Euphorie, schwingend wie Sledgehammer... Wenn du jetzt beim Lesen verdrießt, dann sitzt du wieder nur in der Patsche... verytehxst du? Wenn du diesen Text bewertest, bist du wieder in der Patsche. Das ist der Zugang, dieses bücherne Metall oder metallene Buch, es ist der Schlü+ssel... Ic h tu nicht nur sop, es geht hier um was echt Wirkliches, ich bin nicht nur ein schriftsteller der was schreibt... ich bin was anderes... ich bin was anderes... ja aber was bin ich denn?? die luft zieht sich zusammen, dass Lied geht ängstlich auf abstand... warum ... ja... so jetzt ist e4s nämlich raus... Irgen dwas ist grad passiert... ich bin an irgendwas gedrückt... ich identifiziere mich sehr gut mit der tastatur... ich bin diese tastatur die ich bediene, ich bin die tastaturt die ich bediene, das alles hier bhin ich, schreibe ich, während ich "sledgehammer" herausgetragen werde, das lied mit schnurrbart wird rausgetragen... ich werde rausgetragen...

Was ist gerade passiert? Ich habe etwas abgespeichert als "Durchbruch"... Das muss da hinten sein. Das alte Ich meldet sich zurück und zweifelt... Ich grinse wie Thomas und verliere mich immer mehr in der Welt, in der ich schreibe. Ja, ich bhabtte gerade den Halt verloren, nein ich hatte den Halt gehabt, ich bin augf dem richtigen weg, ich muss mein Ich an die Tastatur anpassen, ich muss die Struktur meiner Wirklichkeit an die Tasten anpassen. Ich kann auch anders mit der luftigen Maschine umgehen, willst du dass ich falle? Ich könnte aufhören... da war ich stehengebleibene... ich weiß nicht mehr worum es geht, es muss weitergehen oder? muss es weitergehen? kann ich mich ins hier und jetzt vertiefgen? muss die musik fragen was möglich ist. schreibe unglaublich korrekt dabei kommt es mir vor als würde ich nun was wollte ich schreiben ... ich haben wörter die ich benutzen will... da das hier... ich benutze wörter auf einem rythmus,... ich stolpere und mir wird schwindlich, wenn ich nicht an worten hänge oder an oben und unten.... oder ich bewege mich einfach nur ich bewege mich und die bewegung hat keinen sdinn ich bewege michuz ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewegemich ich schreibe ich bewegemich ich schreiube ich bewegemich ... mich ich bewege mich.... (geschreiben zum finale von steam von peter gabriel... wie auf einer werkbank, verschüttetesd gras, elfenbeinturm, i cant dance... egall.. alte phrase... ich bin bereit das zu sein was mir gesagt wird. ich biun nur wahrnehmung von dingen, die passieren. oh gott.. was heißt das? ich muss ide mUisk ändern, i cant dance rappt mir in die parade und ich möchte mich gehen lassen und schmelzen und ich weiß dass ich fest zu mir gehöre deshalb schreibe ich das alles für mich auf denn es gibt nichts was ich sionst mit der existenz anfangen kann als zu dokumentieren dass es mich gibt. ich bin etwas, das ins universum schaut... und was ich jetzt damit mache, ist wessen frage? wessen aufgabe? das ist das ganze dilemma... zumindest auf dieser ebene.... ich glaube, ich schreie wie eine gelbe fahne schräg in den holzwind mein repetatives i cant dance und mein ganzes gesicht wird vom straßenlärm nach hintengezogen in elektrischen welllen die vom bein aus kommen. es ist ganz einfach zu friday im in love. das gefühl, kopfhörer aufzuhaben und nicht zu hören, was ringsherum besprochen wird. mitten auf dem markt. ein schöner freundlicher sonntagshimmelblauer markt. auf dem boden angekommmen, entspannung. wollte ich nicht das lied wechsen? iuch mag total, wie der rausch mich im grriff hat. wie er mich erhebt. wie er mich frei atmen lässt, mich aufrecht sitzen lässt, alles ist eine schöne geordnete welt, ein setzkasten, bestehend aus buchstaben, aus tastatur. alles besteht aus tastatur. der bart des präsidenten besteht aus tastatur und ich merke nicht wirkliczh wie ich ich leertaste drücke beiukm schreiben, wenn ich schreibe, nehme ich wahr, dass ich schreibe, aber vielleicht geht das in eine andere richtung. vielleicht erzäähle ichz hier in diesem Zustand nur, wie ich den Raum bewerte, den dieses leere Blatt bedeutet, das ich im Zeitraffer zuhänge mit Buchstaben., ich hab einen Z-Kopf und boys dont cry. Ich knirsche mit den Zähnen, taste auf die Tasten und bin eingebunden. Warm eingebunden in irgendwas. Worin bin ich eingebunden? nZumindest... na? ja? Zumindest woran bin ich gebunden? Was soll ich tun? Es gibt hier nichts für mich zu tun... außer wahrnehmen....

Wie soll ich sein? Welche Eigenschaften soll ich hbane? Der ganze Satz ist ein löchriger Schwamm, der sich gut anfühlt. Nein, es ist nur die Tastatur, die sich so anfühlt - oder ich sage das einfach nur so, um etwas zu sagen von dem, ws ich gerade tue. Hofffentlich hab ich das abgespeichert, weil es ist total wichtig. Die Tastatur ist nur ein Mittel, mich zu erhalten. Ich bin die Tastatur, ich kommuniziere mit mir selbst. Die Tastatur ist mit allem VerbundenwasIchsagenkann, solbst wenn es so eine schmierige Seife ist wie hier... Ic h bin jetzt nicht gebunden an mein Ich, ich kann freidrehen, ich taumeln, ich verliere die Grammatik, hier sieht die Welt anders aus, oder? Ja, ganz gewiss. Bringt Euch das was? Was soll ich jetzt machen? Jaaaa!!!! Das ist die Frage... Was mache ich jetzt? Ich bin total befreit und klar.... Ich bin einfach ein Mensch, ein Ding der Möglichkeit. Was fangt ihr mit mir an? Welche Funktion habe ich im Großen und Gnazen? Keine... Deshalb liest mich niemand....ich bin ein Niemand..... ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll... ich bin einfach nur ein niemand, der herumwohnt und irfgendwann stirbt...so wie jeder andere auch... es gibt nichts mehr zu erzählen.... i turn my face to the highway... ...

Ich glaube das ist der schönste Zustand bisher. 12 Hustenstiller, ein bisschen Gras, ein offenes Fenster, ein sonniger Tag, schöne freundliche Wolken, die Welt funktioniert auf ihre komishce Weise, es passiert einfach irgendwas.... und gerade jetzt ist es richtig so ... also man kann sagen: ja, hier kannst du bleiben, jetzt kannst du es sein lassen, zu schreiben, zu arbeiten, irgendetwas zu tun.... Du bist an deinem Ende. Glückwunsch.

Welches Recht hab ich, dich überzudosieren? Welche Möglichkeiten sind nichts für mich? Welches Recht hab ich, mit meinem Gehirn zu spielen? Welche Katastrophe bahnt sich an? Welches Recht hab ich, meinen Humor und mein Talent zu verlieren? Wo gehöre ich hin? Die Antwort mein Freund, hat das Laubblasgerät vom Gehweg geweht. Kann die Pflicht ich mir geben, alles zusammenzukehren? Sollte ich den Bus da nehmen? Oder kann die Pflicht ich mir geben, alles verwildern zu lassen? Den anderen Bus etwa? Oder kann die Pflicht ich mir geben, ständig alle Rollen zu wechseln? Den bunten Bus dort? Die Antwort, mein Freund, hat das Laubblasgerät vom Gehweg geweht. Etwas Seltsames geht in mir vor, ich verliere alle Bindung zu all meinen Gedanken und all meinen Handlungen. Etwas Seltsames geht in mir vor, ich spüre die Lust, nie wieder etwas zu behaupten. Etwas Seltsames geht in mir vor, mir ist das, was ich grad tue, so dermaßen peinlich, jeder sieht, was ich damit versuche zu erreichen. Jede Rolle kann durchschaut werden, ich kenne all Eure Absichten, die ihr mit dem verfolgt, was ihr tut! Ich habe Euch alle erkannt! Ihr tut alle nur so, als würdet ihr euch ernst nehmen! Etwas Seltsames geht in mir vor, so ein dunkles Brodeln in den Eingeweiden, wie ein entsetzlicher Sturm der sich über der Stadt zusammenbraut. Ich bin so entsetzlich gelangweilt und glühe von Aufmerksamkeit aufgepeitscht jeder grammatikalischen Form entgleitet. Etwas Seltsames geht vor, sämtliche Muster werden gestört, aufgeweicht. Etwas Seltsames geht in mir vor, der Kaktus

leuchtet, der Rasenmähermann schaut böse, der Eiswagen bimmelt, eine alte Frau läuft nervöser als sonst über die Straße. Und der Rasenmähermann fühlt sich von mir bedroht, ich steigere mich in die Musik hinein, die mein Organismus suggeriert, während das Spülbecken blauen Schimmel ansetzt, der meinen täglichen Besuch über meine Träume informiert und der Nachrichtensprecher trägt ein ehrliches Gesicht in einem Dickicht aus Palmen und Farn und Agaven und Mangobäume, die deine Mutter uns überlassen hat, als wir in ihr Attelier ziehen durften. Manchmal ergeben sich schöne Dinge in dieser hässlichen Stadt. Vor meinem inneren Auge sehe ich genau, wie mein Buch zu schreiben ist, ich habe endlich eine Vision von der Struktur meines Buches: ich passe sie an die Struktur meines Lebens an. Depersonalisation ist nichts anderes als ein Reset-Knopf. Drück Ihn ein paar Mal, bis sämtliche Programme, die deine Eltern und die Schule und deine Freunde und all die Kleinigkeiten deines Alltags, kurz: die ganze Stadt in dich geschrieben haben, gelöscht sind. Dann wirst du das Bedürfnis haben, diese Stadt mit deinen Freunden ganz neu zu strukturieren. Die Stadt ist ein Sandkasten für jeden! Mein Redeschwall von absoluter Einsamkeit umhüllt, knicke ich gegen die Abenddämmerung an meinem Fenster, sehe die graue, sehnsuchtsvolle Stadt, in der graue, sehnsuchtslose Menschen auf irgendetwas warten. Ich möchte daran glauben, dass es hier etwas zu tun gibt! Je mehr ich daran glauben muss, desto enttäuschter stelle ich mir das Gesicht meiner Mutter vor. Diese dumme Fotze!

Am Grund der Droge erkennst du nur, dass du dich fragst, welchen Gehirnzustand man als die Realität anerkennen soll. Die Musik scheint das Urteil zu beeinflussen. Ich spüre, dass echte Hände die Musikinstzrumente bedienen. Nein, ich tu so, als würde ich das spü+ren. Und mache es damit erst real. Dieser Satz ist glänzendes Parkett. Das kann man so sagen. Das Gehirn muss es sich nur so zurechtbasteln. Kunst ist demnach ein Mittel, um zwischen beiden Welten zu kommunizieren. Verstehst du? Diese Realität, in der du das liest, ist nicht die einzige wirkliche. Das sage ich wie das grasige Gefühl, das in meinem Kopf lieb und geduldig knistert wie die Flüchtlinge, die endlich zu uns kommen können. Sie kommen endlich zu uns, sie haben überlebt und landen gesund und sicher bei uns. Ich bewege mich wie ein Fisch in weinroterm Kortanzug an einem Hotelfenster auf und ab und tippe etwas in die Textdatei, damit ich bewertet werde. Alles was wir tun machen wir, um Dinge zu bewerten und bewertet zuu werden. Ich werde dazu beitragen, dass man die Wirklichkeit erkennt, nein anders, indem ich mir die Wirklichekit erkläre mit meinen Texten, erkläre ich sie mir, mir allein, so macht es jeder Mensch auch und deshalb glaube ich einen Buchvertrag verdient zu haben hier sehnsuchtsvoll schwelgend in langsamen Wogen der Euphorie zum Ende von Cinema Show von Genesis, total benommen und trotzdem etwas erfassend. Man sieht vermutlich nur, was man sehen will. Ich führe nat+rliche Bewegungen zur Musik aus, die einzig wahre Art zu7 sein. Etwas trägt mich, das mehr ist als mein Wille, etwas weiches, ambivalentes, asexuelles, ein warmer, rhythmischer, euphorisch leerer Zustand. Sanfte Unordnung, wie ein leichtes Windchen im Raum. So viel Energie und Entspannung wie im Traum. - Ich stehe kurz vor meiner Berufung. Bald werde ich berufen. Ich bin bereit zu empfangen. Auf dem weich-flatulierenden Zenit der von Musik getragenen Euphorie meint man, dass nur Musik existiert. Worüber denke

ich gerade nach? Es gibt keinen Grund, dass ich hier bin. Die Gesellschaft sagt in ganz vielen Dingen: nein nein nein zu uns. Was habe ich hier zu suchen? Was mach ich überhaupt hier? Das ist die große Frage.... Ist es so einfach? Warum erschlägt mich die Einfachheit? Oder tut sie es gar nicht? Wo steh ich? Habe ich mich gerade nur in Worte geschraubt? Bin ich einfach die falsche Richtung gegangen? Schreiben ist wie abends der Mutter den Tag zu beichten in weichen wogenden Betten. Davon erzählenb, dass man einen Freund gefunden hat, den man liebt. Diese Liebe. Dieser Kaugummie zwischen den Zähnen. Erstmal macht es keinen Sinn, weiterzuschreiben...

Huch! Wo bin ich jetzt? Ich muss diesen abSatz fettgeschrieben in den Raum stellen, um mich hier zu behaupten. Will ich hier dazugehören? Was bleibt mir übrig? Gehöre ich hier her? Soll ich mich setzen? Irgendwas muss ich jetzt tun oder?

Heute ist der DXM-Rausch sehr freundlich, so frisch und offen und gemütlich wie das offene Fenster und der schöne malerische Tag dahinter. der Tag findet hinter dem Fenster statt, ich sitze jenseits des Tages in meiner Wohnung und tippe twas auf der Tastatur. Ich befinde mich außerhalb der Zeit oder? Oder kommt mir das nur so vor? ch weiß garnicht, woran ich mich halten soll... lieber weiter auf die Umwelt konzentrieren, ja, es gibt ja auch eine Außenwelt, also da ist eine Tastatur, meine Finger, der Fisch, das offene fenster, dann die Musik (Willow Farm, Genesis) und jetzt ein Pfiff und ein Windzug. Jetzt kommt der apokalyptische Teil des Liedes. Ich spüre wie meine Worte zu dem passen, was ich erlebe. Genauer: das was ich erlebe und das was ich schreibe, haben einen interessanten kontrast, der meine realität strukturiert. ich muss mich an ihm aufreiben. schubber schubber schubber. Am Grund der Droge erkennst du nur die Mechanismen, die die Droge an das Gehirn binden. Oder so... tut mir leid dass ich erstmal sabbern muss... es ist mir wichtig zu sagen, dass - ich schaue zurück und lasse mich nicht nerven von meinem Anhalten, es wird einfach immer verwirrender, und damit weicher, ätherischer, die Sonne verändert den Kontrast draußen, am Grund der Droge ... was ist da? wie ein Dämon im schwarzuen Mantel entblößt er sich vor dem Werbeblock, der in die haarige Suppe des Abendbrot fällt: Dort ist er, dieses haarige nervige Monster, diese Erfindung der Medien, ...Wir empfinden unter Droge einen Lebenssinn, der nach dieser Droge giert... Also Droge X macht das leben nur unter Droge X Sinn... mehr ist es auch nicht. Ich schreibe mal schnell, mal total langsam. Ich habe keinen Schnauzbart. Ich wiederhole den Satz in Gedanken solange, bis ihr mir glaubt, dass ich etwas zu sagen habe... There is an angel standing in the sun...

Vielleicht stehe ich auch nur kurz davor, die Welt so zu verstehen wie alle anderen auch... Vielleicht befinde ich mich seit Jahren in einer Wahnwelt, in die mich meine Schlaflosigkeit, meine Arbeitslosigkeit, meine Einsamkeit gebracht hat... Wer weiß wie bestimmte Musik oder Bücher mir die Welt verbogen haben... oder schlafe ich jetzt einfach nur ein? Oder fühlt es sich nur so an?

Vielleicht versteht man die echte Welt, oder wenigstens eine neue echte nur, wenn man sich mit jemandem unterhält, der Drogen genommen hat. Vielleicht bin ich der Schlüssel, vielleicht muss man mich endlich mal irgendwo reinstecken, sage ich ungeduldig in einem Plüschkostüm sitzend und mit dem Hinterteil wackelnd. Huhu! Ich kann nichts lustiges schreiben. Ich kann nur auf Dinge zeigen, die dich dazu bewegen ... na du weißt schon... na geh halt ... los! Permanent das Gefühl haben, gleich zu entdecken, dass es auf nichts ankommt, weil es keine Fressfeinde mehr gibt und das Essen ohne Arbeit zu uns kommt. Nutzlose Menschen ohne Bedürfnisse. Niemand macht was mit uns. Haha... Ja. Niemand macht was mit mir. Ich arbeite nicht, ich lebe mit niemandem zusammen, ich habe keine Verpflichtungen... Ich spiele absolut keine Rolle im Großen unbd Ganzen und muss nichts weiter tun als essen, schlöafen, und so weiter. Das Leben ist ja genau das: die biologische Existenz. Wie wir diese Existenz verbringen, liegt bei wem? Wer sagt uns, wie wir mit unserer körperlichen Existenz umzugehen haben, wenn wir ganz alleine sind? Wenn wir keine Arbeit haben? Hier gibt es nichts zu tun! Wir sind Gespenster. Wir werden immer mehr... Wir drängen uns immer mehr an... Wir werden immer mehr... Nutzlose Menschen auf einem immer lebensfeindlicher werdenden Planeten. Irgendetwas wird uns überwältigen. Irgendeinem Prinzip, irgendeiner Großen Ordnung werden wir uns opfern! Wir können trotzig saufen und tanzen, der Kern bleibt hart und glühend in den Augen des Lesers ein Zwinkern. Was gibt es noch zu tun für die, die keiner gebrauchen kann für seinen Wahn? Wir sitzen in der Geschichte und wissen nicht, wohin. Wir können nichts mehr glauben, wir können uns nicht mehr artikulieren, wir mussten uns auf der letzten Pressekonferenz übergeben und das war kein Scherz! Versteht ihr, dass jetzt ein anderer Wind weht? Ich muss endlich meine Texte ernst nehmen. Sie sind die einzigen, die mich definieren. Ich muss ein Schriftsteller werden. Ich brauche den Status, um eine Art Medium, eine Plattform zu gestalten. Ich muss halt irgendwie zeigen, dass es mich gibt. Bin ich eine Fame-Hure oder ein geniales Gespenst oder eine herunterfallende Glühbirne oder nur eine doofe Glübirne die versucht etwas zu schreiben. Ich weiß es nicht. Panik will mich ergreifen, weil ich nicht weiß, ob ich ein Versager bin. Nüchtern erkläre ich mit bleichem Gesicht den Rausch für die Beantwortung dieser Frage zuständig, im Rausch selbst bin ich nur ein Kasper mit grünem Gesicht. Vielleicht ist mein Lebenswerk getan. Was kann ich mir und der Welt noch aus diesem rausch ziehen - abgesehen von der violetten Notiz: da ist noch was... da ist noch was (gelesen zu carpet crawlers )

Rede dir mal kurz folgendes ein: dein Leben ist dazu da, dass du erfolgreich wirst, hast du also die Kraft, alles nötige zu tun, um das zu erreichen? (Mit dem Satz vor dem Doppelpunkt habe ich den stickigen Raum/Saft nach dem Doppelpunkt gelüftet) Wirst du die notwendigen Dinge schreiben? Wirst du dich um Lesungen kümmern? Wirst du dafür sorgen, dass du auffällst oder nicht? Das ist die Frage, um die sich alles dreht. Die ganzen Blume-Aufzeichnungen wollen dich nur an den Anfang deiner Schriftsteller-Karriere drängen wie zu einem offenen Fenster, aber

"wen interessiert's?" Diese Frage hast du dir sogar in die Küche des Hauses geschrieben, in dem du vorher gewohnt hast. Du hast dich nicht um die Konsequenzen dieser Frage geschert und dich abgelenkt mit Internet, Liebeskrams und deinem ewigen weichen rosa-schaumstoffnen Hoffen. Lass dich fallen in deine Hoffnung, hauptsache es entsteht etwas daraus!!!!!

VIII - nicht ich nehme drogen, sondern es.

Pharmazeutisch induzierte Dissoziation fügt dem Leben einen Peak zu, an den sich die ganze Persönlichkeitsstruktur anlehnen kann wie an einen schwarzen, unendlichen Obelisken. Machen wir also etwas Außergewöhnliches mit unserem Gehirn! Loggen wir uns ein in eine völlig andere Ebene des Bewusstseins! Erfahren wir andere Aspekte unseres Gehirns! DXM ist zwar körperlich anstrengender als LSD und verwandte Psychedelika, viel düsterer und kälter auch (zumindest in den ersten Stunden), doch die Anstrengung lohnt sich - wie alle Anstrengungen sich immer lohnen. Es ist ein sehr stabiler, gleißender, das Gehirn fest packender, die Brisanz der eigenen Körperlichkeit in panische Höhen schraubender Rausch, der nicht süchtig macht und dessen Nebenwirkungen nur bei Hustensirup (der noch andere Stoffe als DXM enthält) oder bei Kombinationen mit Alkohol oder MAO- Hemmern oder Paracetamol gesundheitsgefährdend sind. Die Tatsache, dass Deutschland eines der wenigen Länder ist, in denen die Substanz legal ist, will dass wir die Möglichkeiten ausloten, die wir mit dieser Droge haben. Treten wir also wieder ein paar riesige Schritte von unserem Ich zurück, stöpseln wir also unseren Bewusstseinsapperat an den unendlichen Strom einer psychedelischen Parallelwelt. Es ist 20:42 Uhr, zur Verstärkung der Wirkungen habe ich vor drei Stunden einen Liter Grapefruit-Saft aufgemacht, mit dem verbliebenen letzten Drittel spüle ich die 30 Kapseln der reizhustenstillenden Kapseln Dextromethorphan- Monohydrobromid herunter, lege eine Platte mit Orgelwerken von Bach auf und warte, bis sich meine Synapsen eingewählt haben. Es ist Donnerstag, der dritte März des Jahres 2017 und Außenminiser Gabriel warnt in Moskau vor einer "Aufrüstungsspirale". Langeweile, Langeweile, was ist zu tun? Die Bäume blühen rot und schön und groß und der Frühling kommtund ich werde gelesen und ich erlaube mir etwas, ich bin ein cool lächelndes buch, ich bin ein Springbrunnen. Sowas kannnst du nicht schreiben. Du bist ein Mensch. Die Tastatur klebt. Streng genommen fang ich mit meinem Leben gar nichts an. Was gibt es anzufangen? Die Musik ist freundlich, kann sie es nicht bleiben? Ich nehme Freundloichkeit wahr. Dasein. Was macht man mit dem Dasein? Wioe lebt ,man richtig? JEde Antwort führt zu einem neuen Kiunhstwerk,.

Ich bin ein Playliste, ide in grünen, neon Wellen über die Stadt gleitet.Ich kann machen was ich bwill...Der Sinn des Lebens ist, gesehen zu werden... Es gibt nichts zu tun, Psychedeli8sche Arbeitslosigkeit. Fröhlichkeit. Das süße, kindische aufgeweckte Gesicht meines Mitbewohners. ICh bin ein Menshcn. Es gibt etwas zu tun. Ich hba e Eigenschaften. Was soll ich tun?

Ich kann mitmeinem kÖRPER machen was ich will, meine Freunde sehen mich wirklich an.n Sie schauen in hysterischer Zeitlupe an mior vorbei, zersplitterndes Glas, unsere Freundschaft ist ein Traum. Musik. Fragen. Zerschmetterung.

Der veilchenblaue Sonntagnachmittaghimmel
liegt auf allen Gesichtern der Stadt
wie eine weiche, heitere Apokalypse
und gleich regnet es.

Ich kontrolliere den Sound auf der Straße.
Ich kontrolliere die Gesichter der Menschen.
Ich stehe im Weg, ich bin ein neuer Weg.
Meine Forderungen flattern wie Flaggen.

Die Abschaffung des Innenstadtverkehrs.
Die Abschaffung der Modegeschäfte.
Die Abschaffung der Straßenbahngebühren.
Der Rhythmus verändert die Verhältnisse.

Mein Gesicht ist ein elektrisches Ausrufezeichen.
Mein Herz ist ein elektrischer Mittelfinger.
Es gibt keinen Grund zu lachen.
Es gibt keinen Grund zu resignieren.

Der veilchenblaue Sonntagnachmittaghimmel
liegt auf allen Gesichtern der Stadt
wie eine weiche, heitere Apokalypse
und gleich regnet es.

Gegegenwart, ich bin nur der Gegenewärtige, ich fließe, du siehst deine Eltern, dieser Schmerz, dieser dickflüssige Saft, dieser Druck, diese Presse... WAS IST SYMPATHISCH? echter überzeugender diss-text

dieses schwammige gefühl, wenn man sich nicht entscheiden kann, auf dem roten sofa entspannt siotzend und etwas schwarzes aus der ritze zihendm, alles verschweMMend, eine angebrachte heiterkeit, eine lächrige erlösung, eine verbundelte LAPSAGROPHAAAHAHAHAHAHAAHAHA... ein stolzer sinnloser Nichtsnichtsnichtsnichts...Ein NIchtsnichtsnichtchits. Ein Nichtsnichtnichts..Hier ist der Keller... dasshiermachtmannicht. NEEEEEEINN. Hier ist es ausgetropftt. Ist es die Tastatur die sich biegt oder die Musik oder das Licht?

Die fröhliche Erkenntnis: Alle sind sie wahnsinnig, die großen und kleinen, die alle. SSo wird das nichts, kreischt die Krähe über den grauen Hof. Und sie hat Recht. So word das nichts.

Was wäre, wenn meine Worte Ballons wären? Was wäre wennn ich jetzt eine neue Tür aufgemacht hätte? Was ist wenn ich einfach bhidr ein Feuer anzettelt`Wier Böhmermann? Ich in Zeitlupe eine echte Entscheidung treffe. Dein Blut ist das Zentrum. Du bist der Mensch im Mittelpunkt. Ich fange alles an, ich bin ein Nigerianer, der im grünen TShirt ein Grab aushebt Ein Rasierapperat reicht Als Künstler intereressoeren mich die ideen, nicht die umsetzungen.

nicht ich nehme drogen, sondern es.
nicht ich nehme drogen, sondern es.
nicht ich nehme drogen, sondern es.

Ich muss mal weiter machen, traut man mir das zu? Nicht einpeitschen, aber rotes Licht. Irgendwie spüre ich, dass jeder nur so tut als wäre er mein Freund ...aus Mitleid, irgendwas ist passiert? Was? Ich weiß nicht... oh eklig, wie ... bääää nein, das bin ich? Dort? Dieses Nichts, mit dem niemand was anfangen will, der letzte Ausschuss, interessant dass ein Tier so viel Bewusstsein entwickeln kann. Die Tastatur erscheint im Rotlicht wie ein Plastikteppich, hier hat niemand mehr ein Intereesse an irgendwas, die Socken stinken, es reicht jetzt wirklich, du kommst jetzt nicht mehr in Frage, ich bin der alte Onkel, abgeschoben, sich selbst bewusst, ein Krüppel, ein abgemagerter Geier, irgendwie bin ich nur Jemand der in einer grünen Halle, gefilmt im Schilf der verschmierten, brutalen 90er Jahre, ein permanentes Eindringen,... ich kann alles assoziieren was man mir gibt. Oder wozu ich Lust hab. Ich hab Lust euch zu beschimpfen, ohne dass ihr hört was ich sage. es reicht meine geste. kann ich mir gar nicht vorstellen. verbitterte Spätkolbe. Hier will ich sein und bleiben, hier in diesem peinlichen Nichts, geschrieben von fast 30- jährigen Händen. Ich bin ein erwachsener Mensch, ich leuchte in der Nacht, ich hab einen kaputten Zah, ich rutsche ab, die Leere ist eine Süßholzkartoffel und langweilt sich husthust ich muss heut auch noch woandershin. Eigentlich Lustlos. Verdammt wahrzunehmen. Man kann in jeder Situation fröhlich sein, wenn man ganz ganz ganz langsam machrt. Guten. Na da müssen sie sich schon fragen, warum wir ihnen geld geben sollen sollen sollen. manchmal reicht es worte zu wiederholen. manchmal schaust du ohne erwartung in ein weisses, schmieriges buch, dein blick voller angst und sahne, die küche eine kathedrale aus schaum. der nüchterne zustand ist die krankheit. also in meinem fall. wir können später differenzieren. ab und an vertiefe ich mich in der unendlichkeit des augenblicks. es ist mehr als ein klischee, doch ob ich es beweisen kann. (wohin fährt der eben geschriebene satz? und warum fährt dieser hier wieder woanders hin? können wir

uns vielleicht auch mal etwas koordinieren? Im Grunde: wer wissen will, wovon ich rede, der könnte mir ja folgen. indem er die Medikamente nimmt. aber muss er nicht. "Ich möchte daran glauben, genau der richtige Junge für den Job zu sein, den ich mir vorgenommen habe.", dröhnt der Elternersatz Gunter Dueck in meiner Phantasie, wo Ligeti ein Raumschiff landet. Für alle, die ein unendliches Raumschiff wollen, ein Vorgeschmack. Irgendjemand in mir weigert sich irgendwas zu tun. Möglichkeit. nicht ich nehme drogen, sondern es.

Ende

Ich ernähre mich von eurer Aufmerksamkeit.
Ihr gehört definitiv zu meinem Organismus dazu.
Ich ernähre mich von eurer Aufmerksamkeit.
Ihr gehört definitiv zu meinem Organismus dazu.
Ich ernähre mich von eurer Aufmerksamkeit.
Ihr gehört definitiv zu meinem Organismus dazu.

Ich frage mich,
wie lang ich mich noch mit Demien Bartók beschäftigen soll.
Ich weiß so wenig,
deshalb schreibe ich immer über das selbe.

Meine Beats wollen deine Kerze zünden!
Meine Beats wollen deine Kerze zünden!
Meine Liebe ist eine Kreissäge!
Meine Mutter ist eine stolze, stolze Frau!
Meine Beats wollen deine Kerze zünden!
Meine Beats wollen deine Kerze zünden!

Jemand mit meinem Bionamen sitzt auf einem Stuhl. Demien Bartók schüttet ihm einen Eimer rote Farbe über den Kopf. Keine Schneeflocke gleicht einer anderen. Fortan möchte ich auf einen festen Namen verzichten.

In meinem Gehirn gibt es keinen Denker,
meine Gedanken werden nicht gedacht,
es gibt niemanden der meine Gedanken denkt,

es gibt keinen Denkenden in mir,
ich denke mir nur den Denkenden in mir,
es gibt niemanden in mir der denkt,
meine Gedanken gehören niemanden,
mein Körper hat keinen Namen,
warum schaust du mich so an?

Meine Dezentrale will von euch beklatscht werden! Ich will eure Gesichter fröhlich glänzen sehen!

Mein Denken kann mir nicht gehören,
weil es mich gar nicht gibt.
Es gibt nur den Gedanken, dass es einen Denkenden gibt.
Der Denkende selbst ist nur ein Gedanke
und Gedanken können nicht denken.

Ich denke nicht. Sondern: denken icht.
Was soll unter diesen Umständen
ein fester Name?
Es gibt mich nicht,
es hat mich nie gegeben,
es wird mich nie geben.

Deshalb:
benennt mich nicht mehr.
Jeder Name ist ein Galgen,
lasst mich,
wenigstens mich,
frei.