Süße, melancholische Verlockung liegt in der Idee einfach zu versacken und die blöden Bauarbeiter über mich drübertrampeln zu lassen... Einfach die Zunge rausstreckend, lachend, schreibend, tanzend alles über mich ergehen lassen. Ich habe gerade einen Bach am Ende des Tages geöffnet, ein schöner leichter Bach, noch dunkler als das Blut in meinen Adern, von der Zimmerdecke tropfend auf mein weiches Bett, meine Augen schwarz vor Erregung, meine Bewegungen kommen aus der tiefsten Tiefe, ich zittere und versuche nicht die Nerven zu verlieren. Ich weiß nicht, wer zu mir gehört und wer nicht, es ist so einfach sich wegzustoßen und frei von festen Eigenschaften unters Bett zu kriechen und an einer Rose zu riechen. Diese kühle Heiterkeit, während uns bald die Bagger und Bulldozer umkreisen. Ich hätte es gern, wenn wir unsere Traurigkeiten aufrichtig zur Schau stellen würden. Es ist toll, dass es richtig ist, hier zu sitzen und zu wissen, dass sich niemand mit den stinkenden Socken beschäftigt, die ich hier ein Buchstabe nach dem anderen aufhänge, genau so toll wie jemanden an den Arsch zu fassen, den man auch umarmen würde und dessen modriges Geschirr man spülen würde ... Eine Violine sägt wie eine unterbezahlte Massage-Fachkraft an meiner Einsamkeit herum... Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre und wer zu mir gehört... falls das nicht das selbe ist. Hier unten, auf meinem von dunkelrotem DXM und gleißender Barock-Musik erleuchteten Fußboden bin ich ganz auf mich allein gestellt, hier kann ich mich nicht belügen. Ich bin hier und schreibe in meine schwarze Tastatur, es ist kalt, die Musik ist sehr vorsichtig, wie gierige Frauen mit käsemondgelben Gesichtern in schwarzen Gewändern sich an mir vorbeischleichen und ich leide daran, die Freiheit, die meine Euphorie mir gibt, nicht ausgestalten zu können. Ich sitze hier, und manipuliere die Tastatur derart, dass sie meine unsichtbaren Worte sichtbar macht. Das ist meine Arbeit, wie Andere über den dunkelgrünen Amazonas eine Brücke bauen. Ich fühle mich wie ein Butler, der streng nach Vorschrift durch den Raum stolziert. Eine helle, klare Nacht. Fehler in der rechtschrteibung sinfd wie sabbern beim reden wenn man genommen hat substanz. substanz. substanz. ich reagiere auf substanz. tanze a.leine mit substanz. Man muss berauscht sein von dxm und cannabis und sich dann fragen: "wer bin ich?" diese leistung kann keiner uns abnehmen... was fängt man mit dem leben hier an, das ist die trommelnde frage...mit leuten angekuschelt sein und trommeln am rand der nacht? oh gott... das hier ist was ernstes.,... ich erkenne, dass das leben etwas ernstes ist..ok... was ist gerade passiert>? oh je eindeutig... total seltsam. rot. alles rot. total neben an. mit wem verbunden? mit irgendwem direkt verbunden. ich rede mit mir selbst- warum ist bach so klebrig? die tastatur wie buntes popcorn. tschau tobias... mach endlich mal weg... geh raus... schwarze dünne augenlider. hunger. der tag ist eine rosenknospe .. ich habe lust hinter allem was bach grad macht ein ausrufezeichen zu setzen. ich bin eine maschine, die dazu gedacht ist, lust zu bereiten. das leben soll unter allen bedingungen spaß machen. der auftrag ist: alle menschen eine bedeutung geben. alle berühmt machen. alle wichtig machen,. Violin Partita #3 in E, BWV 1006 - 3. Gavotte en Rondo - - - Es ist ganz einfach: alle worte sind brücken....dies ist ein haken an den ich mein leben hängen kann,
bloß nicht daran denken dass man einen körper hat...alles scheint auf eine schmusige orgie hinauszulaufen, stelle ich plötzlich fest... alles scheint auf eine dunkle, gemütliche kuschel- und freejazz-orgie hinauszulaufen, ein euphorischer karneval der hoffnung. ich weiß immer noch nicht was genau passiert ist. ich fühle mich erleuchtet von verwirrung, ich schlafe ein.