Die Verletzung der Wohnung

Wo werde ich bald wohnen? Es geht bald zu Ende hier. Ein intensives Versacken in den bunten, weichen Moment am Rand des Bettes, am Rand des Tages, am Rand einer Ära.

Mein Schlupfwinkel wird bald ausgeräuchert, weil der SPD-Bürgermeister nichts dagegen hat. Sie stehen schon mit ihren Baggern und Containern und Gerüsten um unser Haus, richten ihre Schaufeln und Zementmischer und Presslufthammer wie Kriegsgerät auf uns und warten auf den Schießbefehl des Chefarchitekten. Hier soll jetzt alles moderner werden und vor allem sauberer. Ich könnte mich an Anwälte kleben oder mir überlegen, was werden soll, aber was soll es bringen? Wieder in eine Wohnung? Wieder in das gleiche, zu nichts führende Leben?

Leg dich doch einfach auf den Boden, wenn die Bauarbeiter kommen, wie ein Kind, das nicht die Tür aufmachen will, weil es das Bad überflutet hat und nicht weiter weiß. Kooperiere nicht! Öffne nicht die Tür! Verliere jedes Verständnis für die Anderen! Es lohnt sich nicht zu verstehen, was die Anderen wollen! Indem du dir vorstellst, dass sie mächtiger sind, sind sie es auch. Wenn du nicht einsehen kannst, was hier vor sich geht, bist du in Sicherheit. Du wirst hier rausgeschmissen. Warum solltest du kooperieren? Warum solltest du deine Sachen packen? Du kannst genau so gut liegenbleiben. Was spricht dagegen? Die Anderen! Die Anderen in dir! Schmeiß sie raus!

Drogen verändern den inneren Spielraum wie eine Weltreise oder ein gutes Buch: manchmal kann man das, was daraus folgt, für sich nutzen oder wenigstens dulden, und manchmal nicht, je nach Droge, Dosis, Nutzer und Umgebung. Ich rechne damit, dass gleich jemand ausrastet. Vielleicht finde ich eine Wohnung, wenn nicht, wohne ich bald mit Alkoholikern und Kindergärtnern und Katzennarren auf einer höllischen Baustelle - ich werde von der Dummheit getragen, dass alles gut wird, dass sich alles schon irgendwie zum Positiven wendet. Was habe ich den Eidechsen

zu geben außer diese psychedelische Kapitulation? Einfach zusammensacken und weggetragen werden. Aufhören mit Handeln, das Nirvana heraufbeschwören mit einem Holzhammer. In die Ecke gedrängt, kann der Mensch nur noch aus der Haut fahren.

*

Bewaffnet mit der von meinen besten Freunden und schlimmsten Feinden geschärften Klinge meiner Gleichgültigkeit verliere ich bald meine Wohnung. Ich trau mich nicht, irgendwelche Pläne zu machen. Ich bin ein sehr einfacher Mensch. Ich vermeide nur die Schmerzen, die meinen Charakter verderben. Ich versuche unbeeindruckt von Reizen zu bleiben, die mich nichts angehen. Mir ist meine aufgesetzte Coolness genau so zuwider wie meine aufgesetzte Unsicherheit. Alles ist aufgesetzt, es gibt keinen authentischen Kern. - Ein fester Boden unter den Füßen macht korrupt. - So wie ich schreibe, so denke ich nicht, so wie ich denke, fühle ich nicht, so wie ich fühle, fühle ich nicht. Meine Stimme passt nicht zu meinen Worten und meine Worte passen nicht zu meinen Gedanken. Meine Vernunft strahlt in eine Richtung, wo kein Leben ist.

*

Es sollte jedem immer erlaubt sein, sich mit Drogen in den eigenen Körper zurückzuziehen, unter das kaputte Spülbecken des Lebens zu kriechen, mit Motten und Spinnen und Kakerlaken zu leben, in einer rutschigen, schiefen Wohnung auf den Sonnenaufgang zu warten, sich in alte, wacklige Musik reinzusteigern, bloß keine Schublade aufmachen und was reintun. Die Sammlung aller Sätze die ich einfach nicht sagen kann - schlechte, faule, schiefe, kaputte, halbgare, falsche Sätze machen dass ich gerade ausgehen kann, machen dass ich beim Bäcker Brötchen kaufen kann. Alles ist Recht, um die Leere zu füllen.

Das Internet haut es immer wieder raus, mein Handy hat einen Riss im Display und die Software darauf stürzt immer häufiger ab, ich hänge zwischen zwei gemütlichen Wohnungen, noch in einem kleinen Raum in einer Vierer-WG eingedrückt, kaum größer als meine Matratze, über mir tropft die Spüle, jemand hat Erde in unsere Badewanne geschüttet, die Ungewissheit des Großen und Ganzen will mir die Schuhe ausziehen, ich möchte heulen und das Gleichgewicht verlieren und in die Geborgenheit von Julius purzeln, oder wie hieß sie? Hat mich einfach stehengelassen, als ich behauptet hab, dass ich es peinlich finde, sich für eine Karriere zu entscheiden und dass Alkohol eine Droge für Jammerlappen und Hornochsen ist, während am Horizont sehr dunkle Wolken sich zusammenbrauen. Es werden sich unvorstellbare Gräueltaten in den nächsten Jahren in Europa ereignen. Nutzen wir die Zeit in diesem weichen, strahlend-grünen Garten, raffen

wir uns zusammen, nehmen wir Kontakt mit Unsersgleichen aus der ganzen Welt auf!

Die Sicherheit der Atomkraftwerke in Europa ist genau so unsicher wie die Stimmung in meiner WG, ich weiß nicht, worauf ich mich mehr konzentrieren sollte. Cannabis ist Cannabis. Besoffenen Leuten wirres Zeug um den Hals hängend, erleuchtet von einem dunklen Sativa stieg ich durch die langweilige Intensität des Abenddämmerungsgraus. "Du bist momentan der einzige, der dich genau wahrnimmt, momentan, momentan, momentan!", ermutigte mich meine Hauptstraßenmelancholie zum Lallen und Stolpern, und lallend und stolpernd entdeckte ich endlich, dass ich kein Leben mehr führen kann, in welchem ich nüchtern entscheide, was zu tun und zu lassen ist und der Zusammenhang von Kiffen und Arbeitslosigkeit mag Euch klar sein: Arbeitslosigkeit ist eine von vielen möglichen Ursachen, weshalb Menschen gern Gras rauchen. Wer aber einen erfüllenden Job hat und ihn gut macht, kann nicht einfach von Cannabis aus der Bahn geworfen werden, und wenn du keine Arbeit hast, weil dich keiner will, weil dich nichts interessiert oder du nichts zu geben hast, dann wird dir Gras allein auch nicht weiterhelfen.

*

Du bist nur Angehöriger eines Staates, weil du zu schwach bist, dein eigener Staat zu sein. Wenn der Staat nun droht kaputt zu gehen, dann sollte dein Instinkt dich weit weg von ihm ziehen und nicht zu den Streitkräften. Schau dir die riesigen Tierwanderungen in Afrika oder Amerika an oder nur die heimischen Vögel, die im Herbst nach Süden ziehen. Sie sehen sich nicht als Angehörige eines Staates, sie fühlen sich keiner Geografie verpflichtet, sie leben dort, wo es ihnen passt. Wenn dein Staat krank wird oder angegriffen wird, dann musst du nicht dein Wohl riskieren und für ihn kämpfen! Du bist ihm nichts schuldig: er ist nur eine Institution, eine Idee.

Drohende Obdachlosigkeit hilft in Frage zu stellen, wer man überhaupt ist, wohin man gehört, wie man leben will, warum man bestimmte Werte hat, welchen Staat man sich wünscht. Dem Staat für vieles dankbar sein könnend, auch wenn man ihn für vieles kritisiert, ist anständig. - Die Hauptaufgabe des Staates ist es, Steuern einzutreiben, um das öffentliche Leben zu sichern und zu gestalten. Der Staat garantiert jedem seiner Bürger die Freiheit von existentieller Not, er sorgt dafür, dass jeder über Nahrungsmittel und eine gute Wohnung verfügt, den Nah- und Fernverkehr nutzen kann, einen freien Zugang zu Kultur (Bildung, Kunst, Presse, Internet, ...) und Zivilgesellschaft hat und gut medizinisch versorgt ist. Ich behaupte, dass ohne dieses Fundament kein Rechtsstaat zu machen ist und dass es keinesfalls privatisiert werden darf: die öffentliche Daseinsfürsorge darf nicht kommerziell sein: niemand soll an den Grundbedürfnissen des Menschen etwas verdienen dürfen. Das ganze Elend der heutigen Menschheit lässt sich darauf

zurückführen, dass die Gesetze des freien Marktes die Herzen aller infiltriert haben. Die notwendige Korrektur wäre, den Markt umzugestalten, damit alle Menschen auf der Erde gesund und glücklich werden können. Steuern sind eine Möglichkeit, Teile des erwirtschafteten Reichtums gerecht zu verteilen. Wer Steuern kürzt, kürzt das öffentliche Leben; - wer mit existentiellen Ängsten Geld verdienen will, ist böse. Wenn der Staat es schafft, den Menschen diese Ängste zu nehmen, weil er allen ein würdevolles Leben garantiert, braucht es viel weniger Polizei, viel weniger Stacheldraht, viel weniger Medikamente. Der Staat hat nur eine einzige Aufgabe: die soziale Frage zu beantworten. Deutschland hat sie noch nie ausreichend beantwortet. Die sozialdemokratische Partei hat mit den Grünen den Abbau des Sozialstaats zu verantworten; die älteste Partei des Landes ist in ihrer langen Geschichte immer schwächer, marktgläubiger, unsolidarischer geworden. Die seit der Wahlniederlage 2017 versprochene innerparteiliche Erneuerung ist mit der nun drohenden 3. Großen Koalition unter Merkel nicht zu erwarten. Die Sozis haben sich die falschen Freunde gesucht, aus Angst, Deutschland würde untergehen, wenn es sich nicht den brutalen Gesetzen der neoliberalen Marktwirtschaft unterwerfen würde. Die, die vor 50 Jahren gegen den Kapitalismus auf die Straßen gegangen sind, haben Gesetze zu verantworten, die heute Millionen von Leuten in prekären Arbeitsverhältnissen oder schlichter Armut gefangen hält. Wenn der Staat zu einer Firma umgebaut wird, die sich rechnen, die immer weiter wachsen muss (auf Kosten ärmerer Menschen und Staaten), dann möchte ich als stellvertretender Hausmeister dieser Firma nachts im Keller herumschleichen und die Stromversorgung der Alarmanlage lahmlegen und den Grundstein mit Brechstangen herausheben und in die Wiese vorm Haus legen, mich draufsetzen und auf die Morgensonne warten.

*

Künstler werden dafür bezahlt, sich ewig um sich selbst zu drehen: im grauen Himmel die Klinge eines Regenbogens, ein Hubschrauber zieht seine Kreise, eine fröhliche, schiefe Posaune und kühler Nieselregen, Montagnachmittag, an der Auenschanze in Erfurt. Das Haus ist nicht so stabil wie das Mauerwerk vermuten lässt. Wieviele Leute belästige ich gerade mit der über einen Gitarrenverstärker laufenden Musik? Den Strom hab ich aus dem Keller gezogen, das Internet von meinem Nachbarn und ich glaub mein Handy ist jetzt auch abgestellt. Bald ist alles auf Ausgangsposition. Entscheidende Dinge passieren hinter dicken Vorhängen, ich bin wirklich vom rechten Weg abgekommen, ich bin völlig losgelöst von Ängsten und Absichten. Die zunehmende Verwüstung meiner Wohnung scheint Folge meiner Unfähigkeit zu weinen zu sein. Ich weine mit meinem Müll, meinem Sumpf, meiner Dunkelheit, meinen Irrtümern und Bosheiten. Wird mir gleich der Strom abgestellt?

Wie kann ich mich nicht jeden Tag, jede Stunde auf dem Boden herumwälzen?

**

Das Haus in dem ich lebe geht nun in die Brüche, Bauarbeiter tragen jeden Tag Substanz ab. Sie kommen um 7 und gehen 16 Uhr. Die Endzeit wächst wie schwarze, süße Disteln. Es gibt bald gewaltigen Ärger. Alles ist ganz trocken und einfach. Ich will immer weniger verstehen, weil mein Schreiben mich nicht retten kann. Diesmal nicht. Irgendetwas wird entschieden. Diesmal ist etwas endgültig. Das Internet ist freundlich. Mein Gehirn ist auch mein Freund, meine Familie, alles was ich habe. Ich darf es nicht übertreiben und nicht untertreiben. Warum sich nüchtern so ernst nehmen? Irgendjemand scheint nur darauf zu warten, dass ich einen Fehler begehe. Ich tu nichts anders als wohnen. Oh Liebe ist so einfach. Und so gefährlich, sich da reinzusteigern, verstehst du? Weil wenn er mich nicht liebt, dann werde ich blabla in die Welt schreiben und zur Seite knicken und irgendein LKW wird mich überfahren. Die Idee dass es für dich einen Ersatz gibt ist so absurd wie die Idee, sich die Augen auszustechen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Ich hab Lust noch ein bisschen weiterzugehen.... Ich schreibe Gedichte, weil es Gedichte geben muss, weil Gedichte gelesen werden sollen, vielleicht vorgelesen und wild und laut und großspurig dargeboten, es muss Gedichte geben, als freiste Form des schriftlichen Ausdrucks. Manches muss lyrisch gesagt werden. Ich definiere, was ich als schriftstellerischen Erfolg bezeichnen würde: wenn ich Leute erreiche, die genau so verwahrlost sind wie ich. Welcher Verlag kümmert sich um die ästhetischen Bedürfnisse empfindlicher Versager? Die unempfindlichen Versager werden abgespeist mit Trash und Plunder, die brauchen keine ästhetische Erbauung, aber was mit den empfindlichen Versagern? Es muss ein Netzwerk geben, ein solidarisches Forum, eine surrealistische Parallelgesellschaft unabhängiger, experimenteller, nonkonformer Musiker und Architekten und Poeten, die kein akademisches Interesse haben, sondern ehrliche, löchrige, regnerische, versiffte, leuchtende, schwarzäugige Musik machen, ein transnationales, multikulturelles Projekt. Dieses Netzwerk gibt es nicht. Die Verlierer isolieren sich, sie wenden sich ab, sie knicken ein, statt sich zu solidarisieren und gemeinsam etwas zu schaffen, das viel größer ist als jeder Einzelne: ein soziales Kunstwerk, ein strahlendes Gemälde, ein leuchtendes, blumiges Gebäude, ein Fest, eine Orgie, eine hymnische Arie, Wolkenbruch, Masturbation, Energie. Europa flimmert, Europa wartet, Europa irrt traurig umher. Ich schreibe Gedichte, weil es Gedichte geben muss, weil Gedichte gelesen werden sollen in einem ruhigen Moment. Die Gedichte müssen freundlich und direkt und frei und heiter sein. Kein Gejammer, kein Aufgeblase, kein pathetisches Gestammel mehr. Einfache, schöne, klare Worte. Etwas Erbauliches für Europa.

Solang ich nicht weiß, dass das, was ich schreibe, gelesen wird, kann ich nur zeigen, was ich für einer bin, damit ihr abschätzen könnt, was aus mir werden wird, wenn ich mal berühmt bin. Wie führt er sich in der Öffentlichkeit auf? Das ist mit die erste Frage, die man sich stellt, wenn man sich als Verleger auf einen unbekannten

Autor einlässt. Ich bin ein Mensch ohne Rucksack, mit verschwommener Vergangenheit. Es ist noch ein Glas Apfelmus und eine Packung Sonnenblumenkerne da, die muss ich jetzt aufmachen, obwohl mein unsichtbares Publikum immer leiser werdend Anlauf für einen brüllenden, giftigen Wutausbruch zu nehmen scheint. Ich stecke in keinem handfesten Beruf, ich erfülle keine Wünsche, ich spiele nicht mit Eurer Phantasie. Ich schreibe nicht durch die Brille eines Studenten, eines Künstlers, ich bin kein Gelehrter, ich bin nicht der Sohn irgendeines einflussreichen Manns, ich bin für jeden erreichbar, während ich jeden Tag alle Unvermeidbarkeiten von oben bis unten durchlebt, mich im Kreis drehe, um mich zu vertiefen und zu sehen wie die Sprache zerfällt: "Hier habt ihr meine Ratlosigkeit!" Ich spüre, wie mein Bedürfnis, zu entscheiden ob der von Cannabis geweitete Zustand oder der von Nüchternheit auf Gewohntes konzentrierende Zustand als der Hauptstrom des Lebens gelten soll, von mir davonflattert. Aufgeregtes Nirgendsein. Ich hab ein gelbes Gesicht und falle wie ein lachender, plantschwütiger Hund mit dem Gesicht in einen Eimer Götterspeise. Frei von der Fähigkeit zu unterscheiden, was normal ist und was nicht, befindet man sich in einem permanenten Rausch. Ich turne auf meinem Fleisch, auf meinem Gehirn herum wie eine fiebrige Maus auf einer Kugel Spaghetti. Du musst entscheiden, nach dem Vorbild welchen Regisseurs du deine Tage leben willst. Leg dich doch einfach auf den Boden, wenn die Bauarbeiter kommen, wie ein Kind dass nicht die Tür aufmachen will, weil es das Bad überflutet hat und nicht weiter weiß. Kooperiere nicht! Öffne nicht die Tür! Verliere jedes Verständnis für die Anderen! Es lohnt sich nicht zu verstehen, was die Anderen wollen. Wenn du nicht einsehen kannst, was hier vor sich geht, bist du erst wirklich bei deinem Körper und deinem Geist. "Die Polizei wird mich schon irgendwo hintragen, wo es WLAN gibt.", flüster ich mir ein Easylistening-Jazz-Grinsen in mein Gesicht. Bekifft sein heißt: in einem wachen Körper schlafen. Du bist eine Negativversion eines Schlafwandlers. Du wachschlummerst. Du bist ein Träumender in einer Wachwelt, während du im gewöhnlichen Traum ein Träumender in einer Traumwelt bist. Ich würde gern meine Texte zerschnibbeln wie ein schlafloses Mädchen ihre Comic-Hefte zerschnibbelt. Führe ich nicht seit Jahren nur einen repetativen Monolog vor zukünftigen Verlegern, deren gegenwärtige Gesichts- und Sprachlosigkeit mir das Gefühl gibt, hinter Gespenstern herzusein? Oder werde ich von ihnen verfolgt? Wer ruft nach mir? Vielleicht bin ich derart unbrauchbar, dass sogar meine Unbrauchbarkeit unbrauchbar ist. Das wäre wirklich mein Ende. Die Ungewissheit, die mein Zerdenken mir freigeschaufelt hat, will keine Handlung durchlassen, die nicht aus sich heraus glüht wie ein sterbender Stern. Auf seinem Sterbebett hat mein Onkel mir gesagt: "Du hast im Leben nur eine Aufgabe: Leute zu finden, die es dir erträglich machen, ein Versager zu sein, Leute mit denen es viel mehr Spaß macht, mit Pauken und Trompeten zu versagen."

DIE