Das hier ist der Sonntag des Textes, deshalb können wir ihn mal adrett herrichten so mit Großschreibung und allem Pipapo. Ein Schatten namens Wolfgang flüstert dir gerade diesen Satz ein. - Das was wir verstehen, steht dem im Weg, was wir nicht verstehen. - Ich nicke den Satz ab wie auf einer verregneten Geburtstagsparty das Geburtstagskind die Gäste abnickt.
All die "am Boden" gebliebenen Promi-Huren... Die sind nicht "am Boden geblieben" aus Charakter... sondern weil sie wussten, dass sie über ihre Abgehobenheiut stolpern würden. Sie unterdrücken ihre Arroganz, denn sie haben nur eine Rechtfertigung, wenn sie „einer von uns allen“ sind. Und ich? Ich hab Lust, meine Arroganz nicht zu unterdrücken. Warum nicht einfach die Fresse aufreißen.. Däddy vor die Karre pissen? Fakt ist: ich bin real. Realer als alles Andere. Diese "Erkenntnis" ist der Nähr-Kuchen, auf dem jede Arroganz prächtig gedeihen will. Und nun... manche gedeiht, manche nicht.
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Wenn ich tiefer inden Rachen des Rausches kriechen würde dann würde ich nicht mehr schreiben können. Ich brauche Musik die Mein Gehirhn schön durchmassieren kann, straff durchkämmen, /wenn ein Künstler seinem Pathos nicht glaubt, fängt er an zu stolpern... darf ich einer Zeit der stolpernden Künstler angehören?) Die Musik muss laut und stabil und abwechslungsreich sein und darf mich nicht an das Jahrzehnt erinnern, das ich bewohne. Gobbledegook von Psychic TV ist so perfekt dafür...Höre ich jetz in Sc hliefe und leg mich hinne (ca. ne dreiViertelstunde) Tolles gefühl so narkotisch zu sein. Versuchen wir uns alle nicht nur gegenseitig davon zu überzeugen dass wir nicht an unseren Tod glauben? Ich bin besessen von meinem Denken an Tod und Berühmtwerden. Mein Leben ist eine Fiktion meines Gehirns, mit dem eine Schulklasse "in der Zukunft" experimentiert. Aber da liegen Tausende Hirne herum und ich bin vielleicht nicht die Hauptfigur in dem Film, der da gespielt wird. ------> Das ist vielleicht mein größtes Problem: nicht damit leben zu können, nur eine kleine Rolle im Leben der Anderen zu spielen. Ich will überall dabei sein. Das ist das, was mich zum Gespenst macht. Ich möchte das Zentrum der Welt sein. Ich für mich bin es schon (wie jeder für sich das Zentrum der Welt ist), aber ich will, dass mich Andere darin bestätigen. Selbst wenn ich wüsste dass ich existiere und das Zentrum NUR meiner Welt bin, was liegt an mir? Ich kann mich nur über die Anerkennung Anderer definieren. Und wirr und durchsichtig wie ich bin, will ich von MASSGEBLICHEN Leuten Aufmerksamkeit.